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20 Sport-, Kultur- und Moscheevereine aus dem Märkischen Kreis treffen sich, um Aktivitäten zu bündeln

Türken wollen gemeinsam an Integration arbeiten

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MÄRKISCHER KREIS ▪ Für mehr als 80 Vertreter aus 20 türkischen Vereinen aus dem südlichen Märkischen Kreis ist sonnenklar: Wer nicht deutsch spricht, kann sich nicht integrieren. Und um effektiv an den Fragen der Integration arbeiten zu können, braucht es den Schulterschluss türkischer Vereine.

Die TUV-Vorstandsmitglieder mit (von links) Hasan Tasyürek, Ali Özmen, Muzzafer Kösek, Mehmet Saygi, Osman Cilingir, Ali Polat und Arif Kefeli in der Sultan Ahmet Camii Moschee. ▪

© Alijah

Die TUV-Vorstandsmitglieder mit (von links) Hasan Tasyürek, Ali Özmen, Muzzafer Kösek, Mehmet Saygi, Osman Cilingir, Ali Polat und Arif Kefeli in der Sultan Ahmet Camii Moschee. ▪

Die Idee des Vorsitzenden Osman Cilingir vom Türkischen Unternehmerverein (TUV), Vertreter aller türkischer Vereine aus der Region an einen Tisch zu holen, um einen Koordinator zu wählen und gemeinsam Probleme zu lösen, ist einmalig: „Wir schreiben hier im Märkischen Kreis ein Stück Geschichte“, so Cilingir. So stieß das Treffen weit über Lüdenscheids Grenzen hinaus auf mediales Interesse: Reporter türkischer Zeitungen und Sender wie Zaman, Hürriyet und TGRT waren vor Ort, um über die Sitzung, die in der Sultan Ahmet Camii Moschee Am Lehmberg in Lüdenscheid stattfand, in der Türkei und der gesamten Bundesrepublik zu berichten.

Ahmet Demir vom Integrationsrat der Stadt Lüdenscheid und Yasin Kut (Die Linke) erläuterten die politischen Integrationsbemühungen. In einer kurzen Einführung fasste Cilingir die Ziele des Treffens für die unterschiedlichen Gruppen zusammen: „Wir brauchen einen Koordinator, der den Sportvereinen hilft, Aktive zu fördern und bestehende Probleme zu lösen“. Für die Kultur- und Moscheevereine stehen Fragen der Integration im Vordergrund: „Wir brauchen Deutschkurse für Hausfrauen und wollen Frauen stärker in die Öffentlichkeit holen“, erklärte Cilinigir. Viele Vereine bieten Kurse für Hausfrauen an. Kostenlos. Die Gebühren tragen die Vereine.

Zu einer gelungenen Integration gehöre auch, nicht auf einer türkischen Insel zu bleiben, sondern über das Leben der deutschen Nachbarn informiert zu sein: „Es ist wichtig, die örtliche, deutsche Tagespresse zu lesen, Bescheid zu wissen und dann das gemeinsame Leben mitzugestalten“, führte Kut aus. Türken sollten sich in die Politik gestaltend einbringen. Es gebe nach ersten Schätzungen etwa 12 000 wahlberechtigte Türken im Märkischen Kreis mit deutschem Pass. Der selbst nicht politisch aktive Verein TUV will in der nächsten Zeit dazu eine Statistik erstellen.

Per Beschluss wurde Alpay Kilinç als Sport-Koordinator von den Anwesenden gewählt. In etwa drei Monaten soll es ein weiteres Treffen geben, bei dem TUV junge Menschen, die in der dritten Generation in Deutschland leben und die erfolgreich ein Studium oder eine Ausbildung abgeschlossen und im Arbeitsleben Fuß gefasst haben, an einen Tisch holt: „Das Leben dieser jungen Leute zeugt von erfolgreicher Integration. Uns ist wichtig, von ihnen zu hören, wie sie das erreichten“, sagte Cilingir. Im nächsten Schritt sollen sie in offenen Gesprächsrunden derzeitigen türkischen Schülern davon berichten.

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