MÄRKISCHER KREIS ▪ Eine gute Veranstaltung war es. Da sind sich alle CDU-Mitglieder einig, die am Montag die Regionalkonferenz in Iserlohn angesteuert hatten. Armin Laschet und Norbert Röttgen stellten sich dort als Kandidaten für den Landesvorsitz der Partei vor (wir berichteten).

Sitzplätze gab es keine mehr, als sich Armin Laschet und Norbert Röttgen in der Iserlohner Schauburg den südwestfälischen CDU-Mitgliedern präsentierten.
„Ich bin froh, dass wir die Möglichkeit haben, über ein Spitzenamt mitzuentscheiden und keinen Kandidaten vorgesetzt bekommen“, meinte gestern Oliver Fröhling, CDU-Fraktionsvorsitzender im Lüdenscheider Rat. Er war von beiden Kandidaten sehr angetan, fühlte sich am Ende aber doch in seiner Präferenz für Armin Laschet bestätigt – auch wenn er zunächst von der kämpferischen Rede von Bundesumweltminister Norbert Röttgen beeindruckt war. Am Ende überzeugte Fröhling der stärkere landespolitische Schwerpunkt, die lockere und verbindliche Art Laschets. Damit hat der ehemalige NRW-Familienminister manchen Südwestfalen überzeugt oder zumindest überrascht.
So auch Kreisgeschäftsführer Jochen Pöppel: „Armin Laschet hat besser abgeschnitten als eigentlich erwartet.“ Auch Fabian Tigges, Junge Union Hemer, sah Laschet nach Rededuell und Fragerunde vorn, wenn gleich er selbst noch unentschieden in seiner Wahl ist.
Das sieht auch Kreisvorsitzender Thorsten Schick so: „Beide haben sich stark präsentiert.“ Gerade die Aussagen Laschets zur Integrationspolitik, der Verzicht auf Pauschalurteile seien aber bei vielen gut angekommen, hat er erfahren.
Manchem, der vorher für Röttgen war, fällt die Entscheidung jetzt schwerer, meint Oliver Fröhling. Nicht wenige möchten ihn auch lieber als wichtigen NRW-Mann und Minister in Berlin lassen.
Ein wenig Zeit zum Überlegen bleibt noch. Vom 4. bis 30. Oktober können die CDU-Mitglieder in NRW per Briefwahl ihre Stimme abgeben. Der 31. Oktober ist dann der „Tag der CDU“ Im Märkischen Kreis wird es in Lüdenscheid und Iserlohn je ein Wahllokal geben. Noch am selben Abend wird dann bekannt gegeben, wer als Nachfolger von Jürgen Rüttgers die CDU in Nordrhein-Westfalen führen wird. Auf das Ergebnis ist nicht nur Oliver Fröhling gespannt. Mit Thorsten Schick ist er sich aber einig: „Wir können mit beiden gut leben.“
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