RÖNSAHL ▪ „Vom Dorf des Schwarzpulvers zur Küste des Schwarzen Meeres – eine musikalische Reise mit dem Odessa-Projekt“ – so lautete die Überschrift zu einem ganz besonderen Konzert, zu dem die evangelische Kirchengemeinde Rönsahl kürzlich anlässlich des „Tages des Offenen Denkmals“ in die Servatiuskirche eingeladen hatte.

© Crummenerl
Mit „donnerndem“ Applaus dankten die Besucher für das Konzert. ▪
Wenngleich auch ein wenig außerhalb des Rahmens der allseits beliebten Veranstaltungsreihe der Rönsahler Kirchenkonzerte angesiedelt, die Mitte Oktober in ihr neues Semester starten wird, so hatte allein der Titel dieses Konzerts viele Musikfreunde neugierig gemacht: „Schwarzpulverdorf“ – das klingt vielleicht ein wenig abgegriffen. Der Begriff wird oftmals angewandt und erinnert an Zeiten, in denen das Dorf Rönsahl und seine Umgebung dank der florierenden Pulverindustrie Geschichte geschrieben hat. Aber: „Odessa-Projekt“, was ist denn das? So fragten sich wohl etliche der in erfreulich großer Zahl gekommenen Zuhörer, die mit ihrem später am Ausgang erbetenen Obolus ihr Scherflein zur laufenden Restaurierung der Rönsahler Kirchenorgel beitragen wollten.
Diese Frage war dann aber schnell beantwortet. Dafür sorgte nämlich das putzmuntere Quintett, das auf der improvisierten Bühne inmitten von zahlreichen Instrumenten Platz genommen hatte. Die Mitglieder fielen schon allein durch das an fremdländische Kulturen erinnernde Outfit auf – und damit ließen sie den Erwartungspegel beträchtlich anschwellen. Aus dem benachbarten Bergischen Land, genauer gesagt mehrheitlich aus Hückeswagen und auch aus Remscheid stammend, zauberten Sabine Schmelzer (Saxophon und Gesang), Stefanie Hölzle (Geige, Klarinette und Gesang), Susanne Heinemann (Perkussion und Drums) Daniel Marsch (Akkordeon, Geige und Gesang), sowie Jochen Heinemann mit dem Kontrabass jenen eigenwilligen, mal schwermütig/melancholischen, dann wieder im munteren Plauderton servierten Sound aufs musikalische Parkett. Der bestimmte dann die Route dieser fiktiven Reise ans Schwarze Meer.
Bereitwillig nämlich unterstützen die Frauen im Kirchenschiff die sehnsuchtsvolle Suche nach dem „schönen Johnny“. So verging die musikalische Reise ans Schwarze Meer wie im Flug – und dürfte letztlich wohl auch allen gefallen haben.
Rainer Crummenerl



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.