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Bei Halveraner Ratsfraktionen herrscht grundsätzlich Einmütigkeit zum Thema Sekundarschule / Aber: Weitere Informationen nötig

Sekundarschule bereits ab 2013/14 im Gespräch

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HALVER ▪ Zunächst war Abwarten die Devise – doch in den vergangenen Wochen wurde in Halver die Tendenz zur Sekundarschule in Kooperation mit Schalksmühle immer konkreter. Jetzt trafen sich Ratsmitglieder aus beiden Kommunen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Es geht auch um die Zukunft der Ganztagsschule. ▪

© F. Zacharias

Es geht auch um die Zukunft der Ganztagsschule. ▪

Wenn alle Beteiligten auch aufgerufen wurden, keine Details aus den Beratungen nach außen dringen zu lassen, so deutet sich doch eine neue Ausrichtung bereits zum Schuljahr 2013/14 an. Auf das Thema angesprochen, hieß es jetzt aus den Halveraner Ratsfraktionen fast einmütig, dass man auf dem Weg zu einer neuen Schulform nicht mehr viel Zeit verlieren dürfe.

„Wenn wir für die Hauptschule keine Eingangsklasse 2013/14 mehr bekommen, müssen wir bereits vorher handeln“, blickte Peter Starke (CDU) auf die voraussichtlichen Schülerzahlen der Ganztagsschule im kommenden Kalenderjahr. Er rechnet demnach mit zehn bis 14 Meldungen – für eine Klasse zu wenig, doch aufgeben, so Starke, dürfe man diese Schüler nicht. Und auch Werner Lemmert (UWG) betonte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass man den Hauptschülern vor Ort ein Angebot machen müsse.

Einhellig hieß es aus den Fraktionen zudem, dass die Durchlässigkeit zum Gymnasium gewährleistet sein müsse. „Das werden wir mit unserer Lösung definitiv erreichen“, will Lemmert vor allem jenen Eltern die Sorgen nehmen, deren Kinder aktuell die zweiten und dritten Klassen der Grundschulen besuchen. Sie wären die ersten, die von einer neuen Schulform betroffen sein würden.

Daher fordert auch Hartmut Wächter (SPD), zeitnah ein Kurzkonzept zu erstellen, um Eltern und Lehrer mit ins Boot holen zu können. „Wir müssen aber aufpassen, dass eine Sekundarschule nicht zu einer Restschule verkommt“, so Wächter. Die Zerstörung der aktuell gut funktionierenden Real- und Hauptschule in Halver ohne adäquate Alternative bezeichnete er als „GAU“, den es zu verhindern gilt. Wie auch Werner Lemmert betonte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, dass nicht etwa die Qualität der weiterführenden Schulen in Halver, sondern allein der demographische Wandel eine Neuausrichtung erfordere.

„An einer Sekundarschule führt kein Weg vorbei“

Für problematisch hält er jedoch den engen Zeitraum, in dem nun gehandelt werden muss: Eine Ausbildungs- und Prüfungsordnung habe das Schulministerium noch nicht vorgelegt. Doch diese sei für eine gezielte Information der Eltern unabdingbar. Wächter kann sich dann einen Beteiligungsprozess vorstellen, wie er in Lohmar im Vorfeld einer Modellschule angewendet wurde. Dort gab es neben der reinen Informationen auch Workshops und Befragungen.

Dass in den kommenden Monaten auf Fraktionen und Verwaltung noch eine Menge Arbeit wartet, wird auch in einem Positionspapier der Grünen zum Thema Schulentwicklung deutlich. Darin fordern sie, bis spätestens Juni dieses Jahres ein Konzept zu entwickeln, das den Eltern in den darauf folgenden Monaten vorgestellt werden kann. Der Rat könne dann im November über die Ideen zur Schulform entscheiden – denn bereits Ende des Jahres muss der Bezirksregierung ein entsprechender Antrag vorliegen. „An einer Sekundarschule in Kooperation mit Schalksmühle führt kein Weg vorbei“, so Fraktionssprecher Matthias Clever. Und auch Michael Kortmann, Fraktionsvorsitzender der FDP, sieht die Notwendigkeit, eine Einigung mit Schalksmühle zu erzielen. „Für uns ist es wichtig, dass das Gymnasium erhalten bleibt“, so Kortmann, der dieses Vorhaben mit einer möglichen Sekundarschule erfüllt sieht. Ebenso wie Peter Starke betonte aber auch er, dass man sich zunächst intensiv beraten lassen müsse, ehe man Beschlüsse fast. „Sorgfalt geht vor Eile“, so Michael Kortmann.

Und so scheint es zumindest zwischen den Halveraner Fraktionen keine unüberbrückbaren Differenzen zum Thema Sekundarschule zu geben. Zum Glück, wie es unisono heißt. „Über Kunstrasenplätze kann es ruhig mal Kampfabstimmungen geben – in diesem Fall darf es dazu aber nicht kommen“, brachte es Werner Lemmert auf den Punkt. ▪ Frank Zacharias

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