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Trecker in einer Scheune in Halver-Birkenbaum fängt Feuer. Landwirt zieht Fahrzeug selbst aus dem Gebäude

Beherztes Eingreifen verhindert Großbrand

1431.03.10|Halver|Halver|
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Artikel: Beherztes Eingreifen verhindert Großbrand

HALVER ▪ Weil er selbst so schnell und überlegt handelte, konnte ein Halveraner Landwirt in der Nacht zum Mittwoch einen Großbrand auf seinem Hof verhindern. Kurz vor Mitternacht wurden der Feuerwehrlöschzug Stadtmitte und die Löschgruppe Bommert per Meldeempfänger und Sirene zu einem Bauernhofbrand in Birkenbaum gerufen.

Schubert

Vermutlich aufgrund eines technischen Defekts hatte dieser Trecker Feuer gefangen und brannte trotz Ablöschens völlig aus. ▪

Als die 50 Wehrleute am Einsatzort eintrafen, stellte sich die Situation zum Glück nicht ganz so dramatisch dar, denn: Ein in einer Scheune stehender Trecker samt Silage-Anhänger hatte vermutlich aufgrund eines technischen Defekts angefangen zu brennen. Jedoch wurde der Landwirt schnell auf das Feuer aufmerksam, da er gerade nach Hause kam.  Weil sich die Scheune voller Kühe befand, wartete der Landwirt gar nicht erst auf das Eintreffen der Feuerwehr, sondern befestigte selbst ein Drahtseil an dem brennenden Fahrzeug und zog es mit einem Radlader aus dem Gebäude. Ein Übergreifen der Flammen auf die Scheune, die Tiere sowie weitere Gebäude des Hofs konnte somit verhindert werden. „Der Mann hat Schlimmeres verhindert und wirklich Glück gehabt. Denn zu einem späteren Zeitpunkt hätte man schon nicht mehr viel retten können“, erläuterte Stadtbrandinspektor Stefan Czarkowski den Ernst der Lage. Denn so ein hochtechnisierter Traktor habe eine große Brennbarkeit, sei es hinsichtlich der Reifen, des Treibstoffs oder des verarbeiteten Kunststoffs. „Ohne Schaum ist da nicht viel zu machen“, so Czarkowski weiter.

Weil sich das brennende Fahrzeug bereits außer Reichweite der Tiere befand, konnten die Wehrleute es schnell und problemlos ablöschen. Als Hindernis stellte sich noch die nicht vorhandene Wasserversorgung im Bereich Birkenbaum dar. Weil das mitgebrachte Löschwasser schnell aufgebraucht war, mussten die Einsatzkräfte eine knapp 300 Meter lange Wasserleitung bis zu einem offenen Gewässer legen. Aufgrund der umliegenden Weiden wurde das Löschwasser zudem aufgefangen, die Untere Wasserschutzbehörde wurde noch in der Nacht telefonisch hinzugezogen.

Ebenfalls im Einsatz waren für zweieinhalb Stunden 15 Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW), das Ordnungsamt, fünf Helfer des DRK sowie ein Notarzt. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 30 000 Euro, da der Trecker komplett ausbrannte. Scheune und Anhänger wurden dagegen nicht beschädigt. ▪ kes/cs

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