ALTENA - Rechtzeitig zum Beginn des Anmeldeverfahrens werde über die Genehmigung der Sekundarschule entschieden, versicherte gestern ein Sprecher des NRW-Bildungsministeriums. Sobald der entsprechende Bescheid vorliegt, wollen Altena und Nachrodt-Wiblingwerde die kommissarische Schulleitung vorstellen, die bereits bestellt ist.

Ihre erste Aufgabe wird die Durchführung des Anmeldeverfahrens sein – ein Prozedere, das bei vielen Eltern von Viertklässlern noch Fragen aufwirft. Auf jeden Fall würden sie im Vorfeld im Detail informiert versichert Rüdiger Schwerdt, der für Schulen zuständige Bereichsleiter im Altenaer Rathaus. Matthias Palla, Schulpflegschaftsvorsitzender der Realschule, berichtet inzwischen von einer spürbaren Verunsicherung von Eltern der Viertklässler.
Für die neue Schule ist ein so genanntes „vorgezogenes Anmeldeverfahren“ beantragt. Wenn das genehmigt wird, können schon am Tag der Zeugnisausgabe (10. Februar) Anmeldungen entgegen genommen werden. Geplant ist, sowohl in Altena (Ratssaal im Rathaus) als auch in Nachrodt (Hauptschule am Holensiepen) die Möglichkeit dazu zu bieten. Zeitgleich läuft nach den bisherigen Planungen auch das Anmeldeverfahren für das Burggymnasium.
Und was, wenn es nicht genug Anmeldungen für die Sekundarschule gibt? Sie soll dreizügig sein, damit müssten 75 Kinder dort aufgenommen werden. Für den Fall, dass das nicht klappt, hätten die Verwaltungen einen Plan B in der Schublade, versichert Schwerdt. Er sieht vor, dass dann in der dritten Februarwoche das Anmeldeverfahren für die Real- und die Hauptschulen anlaufen würde.
Die Räte von Altena und Nachrodt-Wiblingwerde haben sich für die Gründung einer gemeinsamen Sekundarschule ausgesprochen, weil sie die Haupt- und Realschulen an beiden Orten als in ihrer Existenz gefährdet ansehen. Sie halten diese Schule für geeignet, zusammen mit dem Burggymnasium dauerhaft ein umfassendes Bildungsangebot am Ort vorzuhalten.
Vorgesehen ist, die Schüler in den Klassen fünf und sechs gemeinsam zu unterrichten und sie danach in drei Zweige aufzuteilen. Neben einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig („Mint“ ) soll es einen mit Schwerpunkt auf Fremdsprachen geben. Der dritte bereitet auf eine handwerkliche Berufsausbildung vor.
von Thomas Bender



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