ALTENA ▪ Die Bohrer haben sich schneller als erwartet durch den Burgberg geschoben: Am Freitag wurde das Bohrgerät im Burghof abgebaut, auch im Stollen ist die Sondierung für den Bau des Burgaufzuges praktisch abgeschlossen.

© Bender
Das im Stollen eingesetzte Gerät ist eigens für diese Einsatzstelle angefertigt worden. ▪
Rund 135 Meter Bohrkerne wurden geborgen und fein säuberlich in Holzkisten gepackt. Die lagern jetzt beim Baubetriebshof – „die Proben müssen vor Frost geschützt werden“, erläutert Roland Balkenhol. Geologen des Aufzug-Generalplaners CDM werden sie demnächst genauer unter die Lupe nehmen und entscheiden, welche sie zur eingehenden Untersuchung in ihr Labor mitnehmen.
Balkenhols Rolle beschränkt sich auf die des fachkundigen Zuschauers: Die Auswertung der Proben und die ihr folgende Entscheidung darüber, wie der „Vortrieb“, also der tatsächliche Bau von Zugangstunnel und Aufzugsschaft, am besten über die Bühne gehen kann, treffen die Fachplaner.
Mit irgendwelchen Überraschungen muss nach Abschluss der Bohrungen aber nicht mehr gerechnet werden. „Sehr homogen“ sei das Gestein, weiß Balkenhol nach Gesprächen mit dem CDM-Fachmann Trapp. Nur an einer Stelle sei der Bohrer auf eine etwas stärker zerklüftete Schicht gestoßen.
Neben dem Bohrgerät auf der Burg wird jetzt auch die im Stollen eingesetzte Maschine demontiert und abtransportiert. Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten damit aber noch nicht: Anfang nächster Woche werden die Bohrlöcher noch mit einem speziellen Material verfüllt. ▪ Von Thomas Bender



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