ALTENA ▪ Der Burgaufzug könnte für den Märkischen Kreis zu einem Zuschussgeschäft werden. Das geht aus einer Verwaltungsvorlage hervor, die am kommenden Dienstag im Kreiskulturausschuss beraten wird.
Eine Arbeitsgruppe der Kreisverwaltung hat sich mit organisatorischen Veränderungen beschäftigt, die nach der Inbetriebnahme der Anlage erforderlich werden. Dafür fällt nach Berechnungen der Kreisverwaltung ein jährlicher Mehraufwand von 91750 Euro an. Dem stehen höhere Einnahmen aus Eintrittsgeldern gegenüber. Zurzeit besuchen rund 65 000 Menschen die Burgmuseen, nach Inbetriebnahme des Aufzuges werden es nach den Prognosen 83 000 sein. Macht 18 000 Karten mehr – und höchstens 90 000 Euro zusätzliche Einnahmen, weil der Eintritt maximal fünf Euro kostet.
Gut die Hälfte der Mehrkosten entfällt aufs Personal. Der Kreis ist nämlich nicht der Auffassung, dass sich der Burgaufzug ohne zusätzliches Personal betreiben lässt. Er hält es für erforderlich, in der Remise eine zusätzliche Aufsicht zu postieren, die den im Aufzug ankommenden Burg-Besuchern den Weg weist. Das kostet 40 000 Euro im Jahr. Der Kreis stellt auch Überlegungen an, ob dieser Mitarbeiter in ein historisches Gewand gekleidet sein könnte, sieht das aber eher kritisch: Es müssten dann zwei Umkleideräume geschaffen werden, für die auf der Burg kaum Platz sei.
Nicht möglich ist es nach Ansicht der Kreisverwaltung, das heutige Kassenhäuschen aufzugeben – es müsse auch zukünftig besetzt bleiben, weil auch weiterhin Menschen zu Fuß oder mit dem Bürgerbus zur Burg kommen würden. Sie müssten dann am Burgtor ihren Eintritt zahlen. Außerdem werde an dieser Stelle dafür Sorge getragen werden, dass der obere Burghof nicht unberechtigt befahren werde.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.