ALTENA - Der designierte Bundespräsident Joachim Gauck war am Dienstagabend zentrales Gesprächsthema beim ordentlichen Parteitag der FDP im Haus Mayweg. Insbesondere Bernhard Diel, alter und neuer Vorsitzender der Liberalen des Ortsvereins Altena, bekräftigte ein ums andere Mal noch einmal seine Einschätzung von vor 20 Monaten: „Schon damals war Joachim Gauck für mich der bessere Kandidat.“

© Bonnekoh
Der neue FDP-Ortsvorstand Altena mit Bernhard Diel als Vorsitzendem (4.v.l.).
In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr und den Zustand der Bundes- und Landes-Partei räumte Diel ein: „Die Lage ist nicht die allerschönste für die FDP. Wir haben Fehler gemacht, sicher.“ Allerdings seien die Liberalen für große Teile der Presse auch so etwas wie der Buhmann der Koalititon.
Ausdrücklich stellten sich Diel und seine Parteifreunde hinter Philipp Rösler. Er habe in der Gauck-Frage Mut gezeigt. Nach Ansicht der Altenaer Politiker zielt die häufig gegen den kleinen Koalitionspartner in Berlin vorgebrachte Kritik ins Leere. „Ich stelle fest, es ging Deutschland noch nie so gut. In der momentanen Krise sind wir so etwas wie der Präfekt von Europa.“ Wer angesichts der niedrigen Arbeitslosenzahlen und der brummenden Wirtschaft von sozialer Kälte spreche, bringe wohl etwas durcheinander. Seiner Partei schrieb er ins Stammbuch, „Totgesagte leben länger“ und fügte an: „Wir müssen am Prestige arbeiten und neu an Image gewinnen.“
Dazu werde auch der kleine Ortsverein an der Lenne beitragen. So gibt es in diesem Jahr wieder ein von der FDP ausgerichtetes Sommerfest und in Kürze eine Kampagne zu Themen wie Ladenöffnung und Rauchen. „Wir wollen die Kneipe im Dorf lassen“, sagte Diel und verteilte schon mal entsprechend blau-gelbe Info-Bierdeckel.
Die Vorstandswahlen erfolgten je einstimmig und brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender Bernhard Diel, Vertreter Friedrich Wilhelm Kilsch, Schatzmeisterin Cornelia Kasch. Als Beisitzer fungieren Klaus-Jürgen Herzberg, Eberhard Pietsch und Jörg Remscheid.
vonJohannes Bonnekoh



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