Dr. Karl-Heinz Blasweiler zum Tarifabschluss

„Zum Glück nur ein Warnstreik“

„Zum Glück gab es nur einen Warnstreik“, sagt Stadtkämmerer Dr. Karl-Heinz Blasweiler – hier die zentrale Kundgebung in Dortmund.

Lüdenscheid - Pro Jahr wird der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst die Stadt Lüdenscheid rund 600 000 Euro kosten. Das teilte Stadtkämmerer Dr. Karl-Heinz Blasweiler am Dienstag auf LN-Anfrage mit. „Für 2016 haben wir diesen Betrag im Haushalt einkalkuliert. Für 2017 hatten wie ein Prozent gerechnet. Da müssen wir noch mal nachlegen.“ Das gelte auch für die Auswirkungen der Entgeltordnung. „Hier kann noch etwas nachkommen.“ Dennoch sei es gut, dass auch dieser Bereich nun besser geregelt sei. Vorher habe es über die zig verschiedenen Einordnungen im öffentlichen Dienst keine klaren Zuordnungen zu den verschiedenen Anforderungen in den jeweiligen Berufsgruppen gegeben.

„Natürlich haben in der Kämmerei nach dem Abschluss nicht die Sektkorken geknallt. Aber es hätte auch noch schlimmer kommen können“, differenziert Dr. Blasweiler. „Zum Glück gab es nur einen Warnstreik im Vorfeld. Es wäre doch gruselig gewesen, wenn sich das über einen längeren Zeitraum hingezogen hätte – mit allen damit verbundenen Belastungen, zum Beispiel für Eltern von Kita-Kindern. Wenn ich es mal zusammenfassen will, so herrscht in der Kämmerei gedämpfte Zufriedenheit.“

Grundsätzlich sei es auch wichtig, den öffentlichen Dienst nicht unattraktiv zu machen. Angesichts einer zunehmenden Arbeitszeitverdichtung dürfe es nicht nur um Personaleinsparungen gehen, sondern auch darum, attraktiv zu bleiben, damit Fachleute gehalten werden könnten.

Wie berichtet, hatten sich die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber darauf geeinigt, dass die Beschäftigten im öffentlichen Dienst rückwirkend ab dem 1. März dieses Jahres 2,4 Prozent mehr Lohn und ab dem 1. Februar 2017 dann 2,35 Prozent mehr bekommen.

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