THW zeigt Vielseitigkeit beim Tag der offenen Tür

Große und kleine Besucher ließen sich gerne die Ausstattung der Fahrzeuge erklären, die für viele Ernstfälle gerüstet sind. - Fotos: Salzmann

Lüdenscheid - Bei Bilderbuchwetter, strahlend blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen gewährte das Technische Hilfswerk (THW) am Samstag beim „Tag der offenen Tür“ Einblick in seine Arbeit.

Für Jung und Alt richtete das THW auf seinem Gelände an der Wefelshohler Straße ein fröhliches Fest mit Vorführungen, Spiel und Spaß aus. Wie der amtierende Ortsbeauftragte Klaus Cordt erklärte, standen insbesondere Familien, die am verlängerten Wochenende daheim geblieben waren, im Fokus des Interesses. Gleich mehrere Hüpfburgen – darunter ein eigens aus Frankfurt geholtes Schiff für kleine Abenteurer – standen den Kindern auf der angrenzenden Wiese zum Herumtollen zur Verfügung.

Für die vor Ort geleistete „hervorragende Kinderarbeit“ sprach Bürgermeister Dieter Dzewas den Helfern denn auch seinen Dank aus. Eingeschlossen in sein Lob war sowohl das attraktive Spielangebot als auch das Vorführ-Programm durch die THW-Jugend. Unter anderem beim Plasmaschneiden ließen sich die jungen Helfer über die Schulter schauen. Wer wollte, konnte sich für den Muttertag dabei gleich ein metallenes Herz schneiden lassen. Im Notfall kommt der Plasmaschneider bei Bergungsarbeiten zum Einsatz.

Viel Politprominenz hatte sich ebenfalls eingefunden. Die beiden Bundestagsabgeordneten Petra Crone (SPD) und Dr. Matthias Heider (CDU), die Landtagsabgeordneten Angela Freimuth (FDP) und Gordan Dudas (SPD), zahlreiche Kommunalpolitiker, Vertreter des DRK sowie Thomas Ruschin als zuständigen Dezernenten hieß Klaus Cordt beim Familienfest namentlich willkommen. Er sei stolz auf seine Mannschaft, erklärte der Ortsbeauftragte. „Die Belastungen steigen ständig. Es wird immer mehr gefordert.“

Tag der offenen Tür beim THW Lüdenscheid

Mit Blick auf die Demonstration einer Vorführdrohne durch die THW-Jugend bat er vorsorglich darum, das THW von etwaigen Reglementierungen auszunehmen. Zur Menschenrettung und zum Aufspüren Vermisster sei eine Drohne für das THW eine wertvolle Hilfe. Auf ein „sehr bewegtes Jahr mit vielen Einsätzen“ – darunter acht Einsätze in der Flüchtlingshilfe – blickte Cordt bei seiner Ansprache zurück. Traurig habe ihn der Einsatz nach dem Brand in der Notunterkunft am Dickenberg gemacht. „Ich habe kein Verständnis für Leute, die anderen das Dach überm Kopf anstecken.“

Neben den beiden Bundestagsabgeordneten, die für das THW als Bundesanstalt zuständig sind, dankte Thomas Ruschin dem THW für seine Arbeit. Der Flüchtlingsstrom sei das beherrschende Thema des Vorjahres gewesen, erklärte er. „Die ganze Stadt hat angepackt.“ Bezahlt gemacht habe sich die gute Organisation im Ehrenamt.

Bei Demonstration und Erklärungen zu Fahrzeugen und Ausstattung erhielten die Besucher Einblick in modernste Technik. Während sich die Kinder auf den Hüpfburgen vergnügten, hatten die Großen beim Nagelbalken-Hämmern und einer Nagelbrett-Tombola ihren Spaß. Vorbildlich beköstigte das THW seine großen und kleinen Besucher. Sogar veganen Kuchen gab’s. Bei Pommes, Brat- und Currywurst blieb daheim die Küche kalt. Für die Planung und Ausführung des Festes zeichnete Lorenz Köcke verantwortlich.

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