Caritas sammelt gegen „Energiearmut“

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Daniel Intile (links) und Caritas-Direktor Hans-Werner Wolff bei der Vorstellung des Projekts „Wärme und Licht“.

Lüdenscheid - Zum siebten Mal in Folge ruft der Caritasverband im Kreisdekanat Altena zur Aktion „Spenden Sie Wärme und Licht!“ auf. Über die Kollekten in den katholischen Pfarreien von Hagen-Dahl bis Plettenberg, von Lüdenscheid bis Meinerzhagen wird am 1. Fastensonntag Geld gesammelt, um einem wachsenden Notstand zu begegnen.

Daniel Intile, Caritas-Berater im Lüdenscheider Martinushaus, spricht von „Energiearmut“, die einzelne Personen, aber oft auch Familien trifft. Empfänger von Hartz IV oder Grundsicherung geraten über steigende Energiekosten oder unerwartet hohe Nachzahlungen an ihren Versorger an finanzielle und damit existenzielle Grenzen. 80 bis 90 Beratungen hält allein Intile pro Jahr ab.

Spenden sind möglich:

Sparkasse Lüdenscheid

BLZ 458 500 05

Kto. 20000 16

Stichwort: Wärme und Licht

Seit Beginn der Aktion wurde 312 Einzelnen und Familien geholfen. Etwa 10.000 Euro stellt die Caritas jedes Jahr über die Kollekte und Einzelspenden bereit, damit Heizungen und Kühlschränke weiter funktionieren. Hinzu kommen Darlehen, die von den Betroffenen zurückgezahlt werden.

In Kooperation mit Jobcenter und Stadtwerken versucht die Caritas zunächst, die Sperrung abzuwenden. Denn allein das Ab- und Anklemmen schlägt mit 150 Euro zu Buche. Wichtig sei daher, dass die Menschen rechtzeitig kommen und nicht erst nach der ultimativen Mahnung. „Verdrängen hilft nicht“, warnt Intile, der schon Wohnungen gesehen hat, in denen die Wasserrohre vor Kälte geplatzt waren.

Weiterer Schritt ist eine verpflichtende Energieberatung. „Im Regelfall kommt eine jährliche Ersparnis von über 100 Euro dabei heraus“, sagt Caritas-Direktor Hans-Werner Wolff und außerdem: „Wir schauen uns jeden Fall genau an. Denn wer spendet, will, dass wir vernünftig damit umgehen.“ - flo

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