Wissenswertes über Reanimation

Auch Funktionäre des BVB – hier Norbert Dickel (l.) – hat Jens Schilling schon für sein Projekt gewinnen können.

Lüdenscheid - Schnelle Reaktion, Courage und vor allem ausreichende Kenntnisse können Leben retten. Um mehr Menschen zu befähigen, einfachste Techniken der Reanimation anwenden zu können, zieht der Hagener Jens Schilling (39) durchs Land und klärt auf – ehrenamtlich und gemeinnützig.

Am Samstag wird der Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin, der auch Rettungssanitäter ist, im Stern-Center zu Gast sein.

Mit einem Info-Stand, einer Massageliege und Puppentorsos, an denen die Reanimation demonstriert und geübt werden kann, will Schilling möglichst viele Passanten an das Thema „Laienreanimation kann jeder“ heranführen. Er wird in der Zeit zwischen 10 und 20 Uhr im Erdgeschoss in Höhe der Stadtparfümerie Pieper zu finden sein.

Die Leitlinien für die Reanimation haben sich in den zurückliegenden Jahrzehnten immer wieder gewandelt. Zuletzt haben der Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) die Regeln der Wiederbelebung in drei Schritten beschrieben: „Prüfen – Keine oder keine normale Atmung? Rufen – Notruf 112 wählen! Drücken – Herzmassage schnell und kräftig!“ Weil das Brustbein 100 bis 120 Mal pro Minute fünf bis sechs Zentimeter heruntergedrückt werden soll, haben BDA und DGAI die Aktion „100 pro Reanimation“ genannt.

Jens Schilling: „Weil diese Basis-Maßnahmen zu unbekannt sind und zu selten ausgeführt werden, kommen schätzungsweise jeden Tag 200 Menschen in Deutschland ums Leben.“ Das sei vergleichbar mit dem Absturz eines Flugzeugs pro Tag. In skandinavischen Ländern lernten Kinder die Reanimation schon in der Schule. - omo

Mehr Infos auf www.facebook.com/laienreanimationkannjeder

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