Zeichen der Unterstützung

Lebenshilfe-Chefin Ulla Schmidt spricht in Wigginghausen

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MdB Petra Crone (l.) und Lebenshilfe-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Wolfgang Schröder begrüßten die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe Ulla Schmidt im Gutshof Wigginghausen.

Lüdenscheid - Abgesehen von den Himmelfahrts-Picknicks war auf dem Gutshof Wigginghausen der Lebenshilfe schon lange nicht mehr so viel los wie am Montag. Zahlreiche Akteure der Lebenshilfe, der Stadt und mehrerer Verbände und Vereine nutzten die Gelegenheit, die frühere Bundesgesundheitsministerin, aktuelle Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und stellvertretende Bundestagspräsidentin Ulla Schmidt (SPD) in der Wohnstätte vor den Toren der Stadt zu begrüßen.

Mit ihrem zweiten Besuch seit 2014 setzte die 67-jährige Politikerin aus Aachen einerseits ein Zeichen der Unterstützung für die „Aktion Wigginghausen 2016“, mit der um finanzielle Hilfe für eine grundlegende Erweiterung und Modernisierung der Wohnstätte geworben werden soll. 

Andererseits äußerte sie sich zum Entwurf für das neue Bundesteilhabegesetz, das nach Einschätzung vom Aufsichtsratsvorsitzenden der örtlichen Lebenshilfe, Dr. Wolfgang Schröder, schon vor der Eröffnung der parlamentarischen Beratungen in Berlin in der Kritik steht. Eine Phase also, die auch Ulla Schmidts Parteifreundin, die heimische Bundestagsabgeordnete Petra Crone, für wichtig hält. „Gut, dass der Austausch darüber schon jetzt beginnt.“

Ulla Schmidt bezeichnet das „Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen“ für alle gesellschaftliche Bereiche als „unveräußerliches Menschenrecht“ und das „größte gesellschaftspolitische Reformwerk“ – vergleichbar mit der Schulreform, die Lernmittelfreiheit und die Chance für Arbeiterkinder auf Studienplätze erschlossen habe. Schmidt: „Wir müssen die gesamte Öffentlichkeit aufrütteln!“

Der integrative Gedanke in Kindergärten und Schulen zeige, dass Kinder voneinander lernen können, so die Bundesvorsitzende weiter. Das müsse auf die ganze Gesellschaft übertragen werden. „Die Barrieren in den Köpfen können nur fallen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“

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