Lebenshilfe-Picknick im Zeichen des geplanten Neubau-Projekts

Wigginghausen: „Alles wird noch viel schöner“

Dr. Wolfgang Schröder begrüßte die zahlreichen Picknick-Gäste.

Lüdenscheid -  Bratwurst, Bier, Brot und Bewegungsspiele für Kinder – keine Frage, das Himmelfahrts-Picknick der Lebenshilfe Lüdenscheid bot auch in diesem Jahr wieder das gewohnt bunte Bild. Azurblauer Himmel und gut gelaunte Vatertags-Wanderer komplettierten die Szenerie in Wigginghausen.

Und dennoch war es diesmal eine ganz besondere Freiluft-Party vor den Toren der Stadt. Grund: der offizielle Start der Aktion Wigginghausen 2016 an diesem Tag. Dahinter verbirgt sich das Vorhaben, ein neues Gebäude- Ensemble in Wigginghausen zu errichten. Das kündigte Dr. Wolfgang Schröder als Aufsichtsratsvorsitzender der Lebenshilfe in seiner Begrüßungsansprache an – und warb dabei gleichzeitig um Spenden.

Zahlreiche Picknick-Besucher vernahmen seine Worte. Darunter die Bundesparlamentarier Petra Crone (SPD) und Dr. Matthias Heider (CDU), Bürgermeister Dieter Dzewas und Landrat Thomas Gemke, die alle zu Grußworten antraten. Gemke ist außerdem Schirmherr besagter Aktion.

Zu den Hintergründen des Vorhabens: Seit Jahrzehnten dient der umgebaute Gutshof Wigginghausen als Domizil für Menschen mit geistiger Behinderung. Er ist ein geschichtsträchtiger und markanter Standort der Lebenshilfe Lüdenscheid. Heute leben dort 24 Behinderte. Die Herrichtung des einstigen Gutshofes zu einer sozialen Einrichtung wird als Aktion Wigginghausen bezeichnet. Schon damals gab es viele Spender und Unterstützer.

Räume und Sanitärbereiche zu eng

Daran angelehnt ist nun als eine Art zweiter Akt die Aktion Wigginghausen 2016, die in einen Neubau münden soll. Warum der nötig ist, weiß Stephan Thiel als Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Lüdenscheid: „Die aktuellen baulichen Realitäten genügen einfach nicht mehr den Erfordernissen. Eine völlige Barrierefreiheit ist nicht gegeben. Die Räume und Sanitärbereiche sind zu eng, speziell für Ältere und Rollstuhlfahrer.“

Für den angepeilten Neubau muss der bisherige Gebäude-Bestand – er steht laut Thiel nicht unter Denkmalschutz – fast komplett weichen. An seine Stelle tritt ein Komplex, der modern, barrierefrei, hell und großzügig gestaltet sein soll. So die Ankündigung Thiels. Gleichzeitig erfährt der Innenhof – er bleibt auch künftig Schauplatz des Himmelfahrts-Picknicks – eine Runderneuerung. Thiels Worte: „Alles wird noch viel schöner als heute.“ Würde es eine Sanierung nicht auch tun? Nein, sagt Thiel: „Die wäre teuer als ein Neubau.“

Insgesamt vier Millionen Euro sind für das Vorhaben veranschlagt. Das Gros des Geldes soll aus verschiedenen Fördertöpfen Nordrhein-Westfalens und von Stiftungen kommen. Die Lebenshilfe setzt auch Eigenmittel ein. Eine halbe Million Euro soll aber über Spenden gesammelt werden.

Der Beginn der Bauarbeiten ist für Anfang 2017 anvisiert. Mit der Fertigstellung rechnet Thiel für Mitte 2018. Gebaut wird in zwei Abschnitten – damit die Bewohner während der Bauphase ausweichen können

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