Ein Fall für die Abteilung Konzernsicherheit

Wieder Post im Altpapier-Container - Ermittlungen gegen Zusteller

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Vier bis fünf Kilo Postsendungen fanden sich in einem Altpapier-Container in Brügge.

Lüdenscheid - Der interne Ermittlungsdienst der Post AG ist wieder einem kriminellen Zusteller auf der Spur. Der oder die Verdächtige hat allem Anschein nach mehrere Kilogramm Postsendungen in einem Altpapier-Container in Brügge illegal entsorgt anstatt sie an die Haushalte zu verteilen.

Und wieder ist es ein Zufallsfund. Der Brügger SPD-Ratsherr Jan Eggermann wollte sein Altpapier in die Container an der Straße Am Wasserturm werfen und entdeckte darin einen Stapel Briefumschläge sowie eine Reihe neuer ADAC-Mitgliedszeitungen.

Unter den Sendungen befinden sich behördliche Briefe – etwa vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – sowie Werbebriefe, aber auch Mitteilungen der Bank für Kirche und Diakonie, der Sparkasse oder der Volksbank. Adressaten sind Anwohner in Brügge, aber auch dort ansässige Unternehmen oder die evangelische Kirchengemeinde und ihr Pfarrer.

Ein Fall für die Abteilung Konzernsicherheit. Ermittler dieser Gruppe, die in Hagen arbeitet, haben die Sendungen sichergestellt und angekündigt, für deren zügige Zustellung an die Adressaten zu sorgen. Doch das ist nur ein Teil ihrer Aufgabe. Laut Post-Sprecher Michael Kutsch soll nun geklärt werden, welcher Zusteller an dem betreffenden Tag in diesem Bezirk Dienst hatte. In einem nächsten Schritt soll Strafanzeige gegen den Verdächtigen erstattet werden. Auf Postunterdrückung steht laut Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe.

Über den aktuellen Stand der Ermittlungen gibt Post-Sprecher Michael Kutsch keine Auskunft. „Zu schwebenden Verfahren äußern wir uns grundsätzlich nicht.“

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