Expansionskurs

Wirtschaftsdienste Hellersen wollen Betriebsfläche stark erweitern

Auch derzeit schon ein markanter Komplex: der Widi-Sitz in Hellersen. Und der Standort soll künftig noch erweitert werden.

Lüdenscheid - Weichenstellung in Richtung Expansion: Die Wirtschaftsdienste Hellersen (Widi) wollen die Betriebsfläche an ihrem Sitz an der Paulmannshöher Straße um 5000 Quadratmeter erweitern.

Es geht – so die Argumentation von Stadt und Widi – um die Sicherung von Standort und Arbeitsplätzen. Auf den derzeit rund 6000 Quadratmetern Betriebsfläche habe das Unternehmen seinen Kapazitätsgrenzen erreicht.

Im Zuge einer öffentlichen Info-Veranstaltung klärten Stadtplaner, Architekten und Widi-Mann Christof Hackler über das Vorhaben auf. Die Runde blieb indes unter sich – kein anderer Bürger war am Dienstagabend im ehemaligen Telekomgebäude am Rathausplatz erschienen. Das offenkundige Desinterresse mag auch mit einer fehlenden Wohnbebauung in der direkten Widi-Nachbarschaft zu tun haben. Die nächste Wohnstraße ist die Hardenbergstraße.

Zur Erinnerung: Widi ist ein Dienstleister im Gesundheitswesen, der Kunden in vielen Landesteilen Nordrhein-Westfalens hat. Größte Auftraggeber sind aber nach wie vor die Märkischen Kliniken. Der Unternehmensverbund versorgt seine Kunden etwa mit Sterilgut und bietet einen Medizingeräte- und Gebäude-Service. Herzstück des Betriebs ist aber die bisher auf 3400 Quadratmetern angesiedelte Textilwäscherei. Und weil dieser Sektor als so wichtig gilt, will Widi genau auf diesem Feld auch erweitern.

Konkret geplant ist dabei ein zweigeschossiger Industriebau. Jede der beiden Ebenen soll dabei 2500 Quadratmeter Fläche aufweisen. Das erläuterten Christof Hackler, technischer Betriebsleiter bei Widi, sowie Linus Wortmann vom Lüdenscheider Architekten-Büro KKW. Entstehen soll dieses Gebäude auf der Park- und Grünfläche, die sich hinter dem Widi-Sitz Richtung Sportklinik und Hardenbergstraße erstreckt. Das Areal gehört einer Lüdenscheiderin, die laut Hackler an die Widi verkaufen will.

Für den Neubau müssen Bäume und Grünflächen weichen. Das räumen auch die Planer ein. Ein größerer Teil des Naturgeländes soll aber erhalten bleiben. So auch eine grüne Pufferzone zur Hardenbergstraße hin. Beginnen sollen die Bauarbeiten voraussichtlich im nächsten Jahr. Die Fertigstellung ist für 2018 angepeilt.

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