Werkzeugbau-Institut GmbH: Insolvenzverfahren eröffnet

Über das vor knapp fünf Jahren gegründete Werkzeugbau-Institut Südwestfalen ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Lüdenscheid - Die 2011 gegründete Werkzeugbau-Institut Südwestfalen GmbH /wi-swf) ist in finanzielle Schieflage geraten. Vor dem Amtsgericht Hagen ist das Insolvenverfahren eröffnet worden. Andreas Becker, Vorsitzender „Trägergesellschaft Werkzeugbau Südwestfalen“, erklärte am Freitag: „Wir müssen jetzt nicht abschließen, aber doch die Reißleine ziehen, nachdem es Einbrüche im Dienstleistungsbetrieb gegeben hat.“ Die Werkzeugbaufirmen selbst hätten zurzeit nicht so viel Arbeit, was sich entsprechend bemerkbar gemacht habe. „Die Lage des Werkzeugbau-Instituts ist damit dem Markt geschuldet“, sagte Becker. Geschäftsführer des Instituts ist Olaf Schmidt. Ihm zur Seite steht jetzt als vorläufiger Insolvenzverwalter der Hagener Rechtsanwalt Dr. Dirk Andres.

In der Trägergesellschaft seien 50 Unternehmen vereint, die gestaffelt nach Mitarbeitern Mitgliedsbeiträge entrichteten. Der Betrag werde als Liquidität der GmbH zur Verfügung gestellt, sagte Andreas Becker.

Als An-Institut der Fachhochschule Südwestfalen ist auch die Lehreinrichtung in Iserlohn involviert. Prof. Dr. Erwin Schwab, Prorektor für Forschung/Technologietransfer, erklärte in einer Pressemitteilung: „Wir bedauern diese Entwicklung, hoffen aber in Kooperation mit dem Insolvenzverwalter ein tragfähiges Konzept erarbeiten zu können, um die begonnenen Firmengemeinschaftsprojekte im Bereich Forschung, Entwicklung und Technologietransfer fortsetzen zu können.“

Das Werkzeugbau-Institut, angeschoben durch die Trägergesellschaft Werkzeugbau Südwestfalen, die sich 2010 gründete, erhielt zum Start finanzielle Förderung durch die EU und das Landes Nordrhein-Westfalen.

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