Seniorenzentrum: Awo plant Neubau

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In zwei Abschnitten soll der Altbau verschwinden und durch einen modernen Dienstleistungskomplex ersetzt werden.

Lüdenscheid - Dem Bereich Waldschlösschen stehen unruhige Zeiten bevor. Nachdem die Pläne bekannt geworden sind, den Sportplatz mit Wohnungen zu bebauen, schiebt die Arbeiterwohlfahrt nun ein großes Vorhaben in direkter Nachbarschaft nach: den kompletten Abriss und Neubau des Seniorenzentrums Parkstraße.

Eine Abordnung des Vorstandes aus dem Bezirk Westliches Westfalen der Awo stellte das Großprojekt den Fraktionen im Planungsausschuss jetzt vor. Nach den Worten von Elke Herm-Riedel, Regionalleiterin Süd im Awo-Bezirk, soll ein Dienstleistungszentrum rund um das Thema Pflege entstehen. 

Die Pläne umfassen zwei große Wohngemeinschaften für Demenzkranke, Angebote für Kurzzeit- und Tagespflege sowie 80 Plätze in der stationären Pflege – zeitgemäß ausschließlich in Einzelzimmern. Abgerundet wird das Konzept nach Vorstellungen des Vorstandes durch eine große Cafeteria, die auch offen für externe Gäste ist, sowie eine zentral angeordnete parkähnliche Grünfläche als Kommunikationspunkt. Zusätzliche Angebote wie eine Pflegeberatung für Angehörige und ein Friseursalon sind ebenfalls Bestandteile des Konzeptes. 

Nach Aussage von Martin Bärwolf, Chefplaner im Rathaus, muss der Bebauungsplan für das Vorhaben geändert werden, was etwa neun bis zwölf Monate dauert. Aber die Awo steht noch nicht auf dem Gaspedal. Zunächst müssten Heimaufsicht und der Landschaftsverband die Planungen prüfen und absegnen, hieß es im Ausschuss. Und „am liebsten“ würden die Verantwortlichen ihr Bauvorhaben zeitgleich mit dem Projekt auf dem Sportplatz durchziehen. Zunächst soll der vordere Teil des Altenheims abgerissen und neu gebaut werden. Danach könnten die Bewohner aus dem hinteren Altbau in den Neubau ziehen. Erst dann beginnen Abriss und Neubau des hinteren Traktes. Die Altenwohnungen nebenan bleiben, wie sie sind.

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