Schwarmfinanzierung

Volksbank startet Crowdfunding-Plattform für gemeinnützige Projekte

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Marc Kostewitz, Roland Krebs und Karl-Michael Dommes stellten die Crowdfunding-Plattform vor.

Lüdenscheid - "Viele schaffen mehr" - unter diesem Motto startete die Volksbank im Märkischen Kreis am Donnerstag eine Crowdfunding-Plattform für gemeinnützige Projekte in der Region. Durch Schwarmfinanzierung können Vereine, die Volksbank-Kunden sind, online Geld für Projekte sammeln.

Viele Menschen haben kreative Ideen, um das Leben für sich und andere zu verbessern - aber nicht genügend Geld, um diese umzusetzen. Und nicht immer kann die Bank diese finanzieren.

An dieser Stelle setze die Volksbank an - und helfe den Akteuren, online für das jeweilige Projekt die Werbetrommel zu rühren und Mitstreiter zu finden, die sich jeweils mit einem kleinen oder größeren Betrag an der Finanzierung beteiligen.

Unterschiedliche gemeinnützige Vorhaben

Das erklärten am Donnerstag Karl-Michael Dommes und Roland Krebs, Vorstände der Volksbank im MK, sowie Marc Kostewitz, Abteilungsdirektor Marketing, als sie die Plattform vorstellten.

Ob die Erneuerung von Toren auf dem Fußballplatz oder die Sanierung des Vereinsheim-Dachs - die Vorhaben könnten ganz unterschiedlich sein, hieß es.

"Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele gemeinsam" - das sei schon der Leitsatz der Volksbank-Gründungsväter Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch gewesen. "Diese Idee haben wir jetzt ins 21. Jahrhundert transportiert", sagte Dommes.

So funktioniert die Plattform

Mit Bildern, kurzen Videos und Textpassagen über Motivation und Nutzen des Vorhabens kann dieses auf der Plattform vorgestellt werden.

Mithilfe von Anleitungen und Stichworten könne sich der Initiator orientieren. "Dafür muss man kein Internet-Freak sein", sagte Kostewitz. Bevor das Projekt online geht, prüft die Volksbank die Gemeinnützigkeit des Projektträgers, ob das Projekt im Geschäftsgebiet der Volksbank im MK liegt und ob der Projekt-Initiator volljährig ist.

Die Nutzung der Plattform sei völlig kostenfrei, versprach Marc Kostewitz. "Aber die Präsentation sollte gut vorbereitet sein. Da kann ein bisschen Kreativität nicht schaden."

Erst Fans sammeln, dann in die Finanzierung starten

Zunächst müssen die Projekt-Initiatoren innerhalb von 90 Tagen eine bestimmte Zahl an Fans gewinnen - die Anzahl hängt dabei vom Betrag ab, der gesammelt werden soll. Je höher der Betrag, desto mehr Fans werden gebraucht.

Erst wenn genügend Menschen auf diese Weise ihre Begeisterung bekundet haben, geht das Projekt in die dreimonatige Finanzierungsphase. Und dann kann jeder über alle gängigen Online-Zahlungsarten einen Betrag seiner Wahl spenden.

Volksbank unterstützt den gemeinnützigen Gedanken

Zum Start der Plattform stelle die Volksbank MK einen Spendentopf in Höhe von 15.000 Euro zur Verfügung, erklärte Dommes. Und Kostewitz ergänzte: "Für jeden Unterstützer, der mindestens fünf Euro spendet, legen wir zehn Euro oben drauf. Fürs erste, bis der Topf leer ist."

Wird das Finanzierungsziel verfehlt, erhalten alle Spender ihr Geld zurück, so lauten die Bedingungen. Wird das Ziel erreicht, bekommt der Projekt-Initiator den Betrag, informiert die Unterstützer über eine Blog-Funktion über die weiteren Schritte des Projekts und bedankt sich für den gemeinsamen Erfolg.

Zwei konkrete Beispiele sind online

Zwei Projekte sind auf der Internetseite bereits sichtbar: Das Marionetten-Theater Mummenschanz aus Altena sammelt Geld, um einen Anhänger zum Transport der Requisiten kaufen zu können. Die Waldorfschule Neuenrade sammelt für Bühnenequipment für ein Theater-Projekt.

Ansprechpartner und Link zur Webseite

Ansprechpartner sind Marc Kostewitz (Tel. 02351/1771735), Annabell Steiner (Tel. 02351/1771753) und Sandra Kron (Tel. 02351/1771754).

Die Plattform ist unter folgendem Link zu finden: https://vbimmk.viele-schaffen-mehr.de

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