Weippert-Nachfolge: Fraktionen sind mit im Boot

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Kulturhausleiter Stefan Weippert geht nach Augsburg.

Lüdenscheid - „Wir möchten die Zeit der Vakanz möglichst gering halten.“ Darin seien sich alle Beteiligten einig, sagt Kulturdezernent Thomas Ruschin mit Blick auf die Stelle des Kulturhausleiters. Stefan Weippert verlässt zum Jahresende Lüdenscheid und zieht mit seiner Familie nach Augsburg. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass sich die Stadt auf die Suche machen muss nach einem geeigneten Nachfolger, dessen Profil den Anforderungen an ein modernes Kulturhaus entspricht.

Weipperts neuer Arbeitsplatz wird das Kurhaus in Göggingen sein, einem Stadtteil im südlichen Augsburg. Dort übernimmt er im November die Geschäfte von der kommissarischen Leiterin Claudia Mayer-Reuß. Im Mai war die Stelle von der Stadt Augsburg ausgeschrieben worden. Anfang Juli fiel die Entscheidung auf den studierten Betriebswirtschaftler und Musiker Stefan Weippert, der Anfang August 2002 die Amtsgeschäfte von dem damaligen Kulturhausleiter Rudolf Sparing übernommen hatte.

„Es gibt durchaus einschlägige Portale, in denen man auch für solche Stellen Anzeigen schaltet“, so Ruschin. Er selbst habe in Berlin 2014 die Ausschreibung seiner jetzigen Stelle in der Zeitung gelesen und sich daraufhin nach Lüdenscheid beworben. Allerdings sei es sinnvoll, vor allem nach den emotionalen Diskussion in den vergangenen Monaten um die Zukunft des Kulturhauses auch die Politik mit ins Boot zu holen. 

Der Kontaktfaden in die Politik sei bereits geknüpft, eine Beratungsgruppe habe ihre Arbeit aufgenommen und soll nun ausloten, was für Schwerpunkte die Fraktionen bei der zukünftigen Nutzung des Kulturhauses sehen und welche Anforderungen sie an einen neuen Leiter stellen würden. Diese Wünsche sollen, wenn möglich, in die Stellenanzeige mit einfließen. Darüber hinaus muss man, so Ruschin weiter, die Schwerpunktsetzung mit Blick auf die Dotierung der Stelle im Auge behalten – „was soll die Stelle leisten?“ 

Man müsse wirtschaftlich arbeiten, also müsse der Nachfolger auch die Zahlen im Blick behalten. Und auch die künstlerischen Kontakte seien wichtig: „Das ist insgesamt ein interessanter Findungsprozess, die Erwartungen in Einklang zu bringen mit dem Sachverstand des Fachbereichs 11 (Fachdienst Personal).“ Wer immer die Nachfolge Stefan Weipperts antritt, wird zunächst einmal bis nächsten Sommer über ein durchstrukturiertes Musik- und Bühnenprogramm verfügen, das bereits bis weit ins Jahr 2017 hinein festgelegt ist.

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