Unterstützung im beschützten Areal im und um das Haus Hellersen

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Im Neubau der Fachklinik Haus Hellersen ist ein Pflegeplatz mit einer speziellen Lichtgestaltung ausgestattet.

Lüdenscheid - Es gibt Erkrankungen, die weder in Pflegeheimen noch in der privaten häuslichen Pflege dauerhaft behandelt werden können. Schwere psychische und geistige Beeinträchtigungen gehören dazu. Deshalb gibt es Langzeitpflegeeinrichtungen wie das Haus Hellersen, das dem mit seinen Angeboten Rechnung trägt.

Mit dem Neubau, der jetzt fertiggestellt worden ist (wir berichteten), ist auch mehr Platz für die Therapie geschaffen worden. Zwei extra ausgestattete Zimmer für physio- und ergotherapeutische Maßnahmen erweitern die schon bestehenden Möglichkeiten.

„Die Fachtherapeuten erkennen, welche Fähigkeiten trotz aller Defizite noch in den uns anvertrauten Menschen steckt“, sagt Michael Poschmann, Geschäftsführer des Hauses Hellersen. „Dazu gehören auch gruppendynamische Prozesse, wie zum Beispiel gemeinsame Ausflüge. Wenn die anstehen, ist schon Wochen vorher und auch nachher die Aufregung groß und es wird viel darüber gesprochen.“ Poschmann hebt in diesem Rahmen auch die Zusammenarbeit der hauseigenen Therapeuten mit dem Therapeutenteam der Märkischen Rehakliniken hervor. „Die Kooperation ist eng und von viel Empathie geprägt.“

Es habe auch Überlegungen gegeben, den Neubau stadtnah umzusetzen. Doch das beschützte Areal am Rande der Stadt biete die beste Grundlage für die Versorgung nach dem Prinzip „möglichst viel Hilfe aus einer Hand“.

Einrichtungsleiter Holger Bursian unterstreicht das Betreuungskonzept der Stufenrehabilitation auch im Pflegebereich. „Das mehrstufige Rehabilitationsverfahren dient dazu, Menschen mit psychischer, körperlicher und geistiger Einschränkung den Erhalt ihrer lebenspraktischen Fähigkeiten zu gewährleisten. Dazu zählen zum Beispiel kommunizieren, sich bewegen, sich selber pflegen, sich beschäftigen oder soziale Kontakte und Beziehungen aufrecht zu erhalten.“ Die Bewohner sollen durch alle Stadien der Pflegebedürftigkeit hinweg die gewünschte und erforderliche Begleitung und Unterstützung erhalten.

Geschaffen wurde mit dem Umbau auch ein Palliativzimmer für sterbenskranke Bewohner. Hier spielt eine spezielle Lichtgestaltung an Decke und Wänden mit wechselnden Farbeffekten eine Rolle. Ihnen bleibe in der Regel nur noch die Wahrnehmung einzelner, sinnlicher Momente und das Bewusstsein des eigenen Körpers. Mit den Farbeffekten und visuellen Reizen solle auf Stimmungen und Befindlichkeiten der Menschen eingegangen werden.

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