Erster Doppel-Abijahrgang: Unkomplizierter als befürchtet

Noch geht’s locker zu bei den Motto-Wochen. Ernst wird’s nach den Osterferien, wenn die Abiturprüfungen beginnen.
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Noch geht’s locker zu bei den Motto-Wochen. Ernst wird’s nach den Osterferien, wenn die Abiturprüfungen beginnen.

LÜDENSCHEID- Mit geballter Macht werden im Sommer rund 600 Abiturienten der drei Lüdenscheider Gymnasien auf den Ausbildungsmarkt drängen oder ein Studium beginnen wollen. Der erste doppelte Abiturjahrgang macht’s möglich.

Die Schulleiter sehen der Vielzahl von Prüfungen, die nach den Osterferien in den Leistungsfächern und den 3. und 4. Fächern anstehen, mit Zuversicht entgegen und auch der Weg bis dahin sei unkomplizierter als befürchtet verlaufen, lautet ihr Fazit.

„Trotz extremer räumlicher Enge in den Schulen und zweier sehr großer Jahrgangsstufen ist die Organisation des diesjährigen Abiturs gelungen“, sagt Dr. Stefan Werth, Leiter des Zeppelin-Gymnasiums. Am Zepp nehmen 57 Schüler das Abitur nach bereits acht Jahren (G 8) auf der weiterführenden Schule in Angriff, 75 sind es nach neun Jahren (G 9). Im benachbarten Geschwister-Scholl-Gymnasium sind es nach Angaben von Schulleiterin Antje Malycha 58, die unter die verkürzte Schulzeit fallen, und 94 nach G 9. Die beiden Staberger Schulleitungen heben die hohen, weil doppelten Belastungen für das Kollegium hervor, die in den vergangenen beiden Jahren in Vorbereitung auf den doppelten Abiturjahrgang notwendig waren und auch jetzt bei den Abi-Klausuren und mündlichen Prüfungen anstehen. „Das war durch die große Einsatzbereitschaft im Kollegium problemlos. Wir gehen davon aus, dass der Doppeljahrgang reibungslos seine Prüfungen ablegen wird und niemandem ein Nachteil entsteht.“ Antje Malycha spricht den Oberstufenkoodinatoren in diesem Zusammenhang ein großes Lob aus. Im letzten Schuljahr hätten die Jüngeren, also G8er, mit Riesenschritten aufgeholt, so dass das Leistungsniveau beider Jahrgänge jetzt vergleichbar sei. Ihrem Eindruck nach strebten die G8er zum Teil nach dem Abi aber erst einmal ein freiwilliges soziales Jahr oder ein Praktikum an, während es die Neuner eher zum Studium dränge.

„Besser als erwartet“ sei alles gelaufen, zieht auch Annette Meyer, Leiterin des Bergstadt-Gymnasiums, eine positive Bilanz. Wie zwei verschiedene Jahrgänge habe man die G8er (88 Schüler) und G9er (129) aufs Abitur vorbereitet. „Wir haben uns mit den Staberger Gymnasien abgesprochen, da wir ja weiter in den Leistungskursen kooperieren.“ Wenn dann knapp 220 BGL-Schüler ihre Prüfungen ablegen, wird’s eng. Daher dient die Gymnastikhalle als Klassenraum. Statt Bewegung steht kurzfristig Klausurenschreiben auf dem Belegungsplan.

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