Mark-E und Stadtwerke Iserlohn stellen Projekt vor

Der Berghahn sei ein „Top-Standort für Windkraft“

Waldeigentümer Hermann von Hövel, Thomas Armoneit (Stadtwerke Iserlohn), Sara Kunkel (Klimaschutzbeauftragte der Stadt Lüdenscheid) sowie Klaus Laßmann und Uwe Haring von der Mark E (v.li.) stellten das Windkraft-Projekt vor. - Fotos: Messy

Lüdenscheid - Die Fläche ist bereitet. Alle planerischen und genehmigungstechnischen Voraussetzungen sind geschaffen. Auch der Weg zum Standort der Windkraftanlage, die im ersten Quartal 2017 in Betrieb gehen soll, ist bereits vorgezeichnet.

Schon im August werden der Weg weiter ausgebaut, die Kranstellfläche hergestellt und die Fundamentgrube ausgehoben. Im letzten Quartal wird das Fundament gegossen und der Turm errichtet. 

Die Anlieferung und Montage der Windkraftanlage folgt Anfang des nächsten Jahres, Ende März drehen sich die Rotorblätter. Errichtet wird die Anlage mit einer Leistung von drei Megawatt Leistung und einer Gesamthöhe von 195 Metern in gebührendem Abstand vom Haus Spielwigge auf dem Berghahn, der auf einer Höhe von 460 Metern liegt. 

„Das ist ein Top-Standort“, sind sich alle Beteiligten einig. Das sind Vertreter der Mark-E und der Stadtwerke Iserlohn, die sich am Freitag gemeinsam auf der bereits gerodeten Fläche trafen; mit dabei auch Waldeigentümer Hermann von Hövel, dessen Familienforstbetrieb das Areal zur Verfügung stellt. 

Die Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 war für von Hövel Auslöser, Kontakt zu den Stadtwerken und Mark E aufzunehmen. „Die Forstleute haben die Nachhaltigkeit ja eigentlich vor 300 Jahren erfunden, indem sie nur so viel Holz ernten wie nachwächst“, sagt er und ist felsenfest überzeugt von dem Vorhaben. „Ich bin jetzt nicht der Umweltretter, aber ich werfe einen kleinen Stein ins Wasser und hoffe, dass er viele Wellen schlägt.“

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Mark E und die Stadtwerke Iserlohn haben für das Vorhaben eine Projektgesellschaft, die „Windkraft Versestalsperre GmbH & Co. KG“, gegründet. 70 Prozent der Anteile halten die Stadtwerke, den Rest Mark E. Letztere ist für die Schaffung der Infrastruktur, die Inbetriebnahme und die technische Betriebsführung zuständig, die Stadtwerke übernehmen die Projektfinanzierung und die kaufmännische Betriebsführung.

„Wenn die Anlage fertig ist, ist die Energiewende vor Ort erlebbar“, freut sich Sara Kunkel, Klimaschutzbeauftragte der Stadt Lüdenscheid. Erwartet wird ein Energieertrag von rund 7,5 Millionen Kilowattstunden. 

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