Südwestfälische Technologie-Ausstellung: Fazit fällt positiv aus

Peter Treu zieht ein positives Fazit zur SWTAL.

Lüdenscheid - Es hört sich ein wenig sperrig an, aber in Ausstellerkreisen ist die Wortwahl durchaus üblich: „Das Fachpublikum hat die 16. Südwestfälische Technologieausstellung gut angenommen. Das Seh- und Durchlaufpublikum war dagegen weniger als erwartet“, zieht Organisator Peter Treu Bilanz nach drei Tagen SWTAL auf dem Loh. 

„Vielleicht war das spätsommerlich Wetter Schuld, das so manchen lieber auf den Balkon oder in die Natur lockte als auf die Messe“, spekuliert Treu. Die reine Besucherzahl lag bei 2450 und war damit etwas geringer als vor zwei Jahren. Das Fachpublikum allerdings habe die Ausstellung als gut bis sehr gut eingestuft.

Ein besonderes Lob zollt Treu dem Werkzeugbau-Institut, das auf dem Gemeinschaftsstand mit 18 Firmen vertreten gewesen sei und damit nach den Unruhen zuvor ein wichtiges Zeichen gesetzt habe. „Der Werkzeugbau ist eine historische Disziplin und vereint eine hohe Kernkompetenz. Wir sind den Verantwortlichen des Trägerverein sehr dankbar dafür, dass sie das auf die Beine gestellt haben.“

Die Kritik, dass die Hauptschule Stadtpark mit ihrer Profil-Technik-Klasse an den Rand gedrängt worden sei, lässt Peter Treu so nicht gelten. „Uns sind die Schulen nicht etwa weniger wert, sondern sie sind uns sehr lieb. Da sie aber aktives Marketing betreiben und sich auf der Ausstellung bewegen, ist der Standplatz meiner Meinung nach nicht so entscheidend.“

Messe SWTAL an der Schützenhalle auf dem Loh in Lüdenscheid

Das zeige auch ein Erfolg des Berufskollegs für Technik (BKT): „Das BKT hat aus dem Kreis der Messeteilnehmer heraus vor Ort gleich einen neuen Förderer gewonnen.“ Apropos Schüler: Lehrer und Schulklassen seien vermisst worden. Die Bedeutung der SWTAL für die Ausbildung und das Kennenlernen von Ausbildungsberufen sei offensichtlich – auch bei Eltern – noch nicht ausreichend erkannt worden. Die Firma Alberts sei dagegen ein Paradebeispiel. Sie schicke Auszubildende zur Ausstellung, andere Firmen ließen ihre Azubis werktags nicht gehen. „Das mag der guten Auftragslage geschuldet sein, ist aber strategisch unglücklich“, findet Peter Treu.

Dass die SWTAL erstmals als Messe für Metall- und Kunststoffverarbeitung firmierte, habe zum Teil leichte Kritik und Irritation ausgelöst, bedeute aber nicht, dass die Automation dadurch vernachlässigt werde. „Sie ist nach wie vor eine wichtige Säule.“ Die Aussteller selbst seien aber durchweg sehr zufrieden gewesen.

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