Zuschauer und Teilnehmer begeistert

Supercars Rallye: 500 Supersportwagen durchqueren Brügge

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Lüdenscheid - Eine enorme Zuschauerresonanz verzeichnete am Samstagnachmittag der dritte Zwischenstopp der Supercars Rallye an der Aral-Tankstelle in Brügge. Maik Klapperich hatte seine Tankstelle für ein paar Stunden als Rastplatz für die rund 500 Supersportwagen zur Verfügung gestellt.

Nach und nach liefen die PS-Boliden an der Talstraße ein: Porsche, Lamborghini, Mc Laren, Dodge, Corvette, Chevrolet, Lotus, Gumpert, Aston Martin, Maserati, aber auch Copcars, um kurze Zeit später - angefeuert von zahlreichen Zuschauern und mit donnergrollenden Motoren - in Richtung Meinerzhagen davonzurauschen.

Nach einem Tankstopp ging es für die Supercars weiter nach Meinerzhagen zum Flugplatz.

Insgesamt 500 der schnellsten straßenzugelassenen Fahrzeuge waren bereits am Morgen gestaffelt im Messezentrum in Bad Salzuflen gestartet, hatten dann in Bielefeld und Recklinghausen gehalten, bevor sie am frühen Nachmittag Brügge erreichten. Tankstellenbetreiber Klapperich war selbst mit seinem 630 PS starken Mercedes als 40. Rallye-Teilnehmer gestartet, beaufsichtigte dann den Zwischenstopp an seiner Tankstelle, um mit dem letzten Schwung am Abend weiter zu fahren - Richtung Nürburgring. Und auch Promis hatten sich zu der Rallye angemeldet: Cyndie Allemann, Profi-Testfahrerin und Fernsehmoderatorin der Sendung Grip, Profi-Rennfahrer Johannes Stuck und Sidney Hoffmann von den PS-Profis.

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Rasen streng verboten

Es war kein Rennen auf Zeit, im Gegenteil, Rasen war streng verboten. „Wir möchten mit dem außergewöhnlichen Event ein Zeichen setzen, dass man mit PS-starken Fahrzeugen verantwortungsbewusst und professionell umgehen sollte und speziell jugendlichen Fahranfängern zeigen, dass es keinesfalls cool ist, mit überhöhter Geschwindigkeit über öffentliche Straßen zu jagen“, so die Organisatoren. An den Zwischenstopps gab es trotzdem Action: egal ob Racetrack-Challange, Beschleunigungsrennen auf einem Flugplatz oder eine Fahrt auf der Filmautobahn von „Alarm für Cobra11“ in Aldenhoven.

Auf den öffentlichen Straßen aber fügten sich alle Rallye Teilnehmer nahtlos in den Verkehr ein. Auch auf der Autobahn war die Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern vorgegeben. Aber es gab Punkte - für die coolste Folierung am Fahrzeug, für das beste Teamfoto, für das lustigste oder interessanteste Interview und für das beste Outfit. Kein Wunder also, wenn einem beim Zwischenstopp plötzlich ein Scheich oder Pirat entgegenkam.

Teilnehmer und Zuschauer begeistert

Die Supercar-Fahrer zeigten sich allesamt begeistert von der Organisation der Rallye, aber auch von den Zuschauerreaktionen. „Überall an der Strecke standen begeisterte Sportwagenfans, die uns zugejubelt haben“, erzählt Nils Kloss. Er hatte mit seinem K1-Attack-Roadster, von dem es nur sieben in Deutschland gibt, einen unerwartet langen Zwischenstopp in Brügge. Er musste auf die Dienste von Mehmet Yapar zurückgreifen, der auf dem Tankstellen-Gelände eine Werkstatt betreibt. Der 380-PS starke Wagen hatte den Winter über gestanden, das hatte eine Zelle der Batterie nicht überlebt. Aber Dank Yapar, der die Batterie schnell austauschte, konnte Nils Kloss gemeinsam mit Freundin Sandra Jöbkes weiter am Rennen teilnehmen.

Da lacht Marie Krähmer noch: Zwei Minuten später stellte das Team fest, dass sich der stark tiefergelegte 917er Porsche den Tank aufgeschlitzt hatte.

Nicht so glimpflich lief es für Diter Kontny und Marie Krähmer. Beim Zwischenstopp schlitzte sich der stark tiefergelegte 917er Porsche den Tank auf. Da war nichts mehr zu machen: In der Werkstatt von Mehmet Yapar wurde der Sprit abgelassen, bevor der Sportwagen auf den Hänger verladen wurde. „Wir haben zum Glück ein Begleitfahrzeug mit Hänger dabei, so dass wir wenigstens heute Abend noch an der Party teilnehmen können“, erzählten die Beiden.

Begleitfahrzeuge hatten übrigens einige der Supercar-Fahrer dabei: Diese transportierten Autoteile, denn kaum eines der PS-Boliden hatte einen Kofferraum, um beispielsweise das Cabriodach, ausgebaute Fenster oder Ersatzreifen zu transportieren. Vor Ort war auch das DRK Brügge. Viel hatten die Mitarbeiter nicht zu tun, am Nachmittag kam allerdings ein Fahrer zur Thrombose-Behandlung an den Krankenwagen. Die Sitzposition in den PS-starken Straßenflitzern hat anscheinend auch Nachteile.

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