Harald Rutenbeck zum Ehrenpräsidenten gewählt / Harkort-Medaille in Gold

Stoffels neuer SIHK-Präsident

Drei Präsidenten unter einem Dach: Ralf Stoffels (Mitte) ist neuer Präsident der SIHK und in dieser Funktion Nachfolger von Harald Rutenbeck (l.), den die Kammer zu ihrem Ehrenpräsidenten wählte. Gastredner war DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer. -  Foto: Eiber

Hagen - Der Mittwoch war der Tag der Präsidenten bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK). Die Vollversammlung wählte einstimmig Ralf Stoffels aus Ennepetal zum neuen Vorsitzenden der Kammer.

Er löst Harald Rutenbeck ab, der nach neun Jahren an der Spitze zum Ehrenpräsidenten ernannt und für seine Verdienste mit der Großen Friedrich-Harkort-Medaille in Gold ausgezeichnet wurde. Zu den ersten Gratulanten zählte Dr. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, der Dachorganisation aller IHKs. Damit war es zugleich ein Tag des Aus- und Rückblicks sowie der Würdigung.

Seit 2003 ist Ralf Stoffels, geschäftsführender Gesellschafter der „biw Isolierstoffe“ in Ennepetal, Mitglied der SIHK-Vollversammlung. Das höchste Entscheidungsgremium der Kammer, besetzt mit Unternehmern aus allen Branchen, wählt aus ihren Reihen unter anderem den Präsidenten. Der 54-Jährige, der künftig die Wirtschaftsregion nach außen maßgeblich repräsentiert, machte gleich ein paar Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit deutlich: „Das Märkische Südwestfalen muss seine Stärke als Region noch deutlicher herausstellen.“ Dazu zählten zukunftssichere Arbeitsplätze ebenso wie „sehr gute Wohn- und Lebensbedingungen“. Von einem Spitzenplatz sei dagegen die Infrastruktur noch weit entfernt, kritisierte der neue Präsident. „Gerade die vorhandenen Datennetze genügen bei weitem nicht den Anforderungen einer immer stärker digitalisierten Wirtschaft.“

Seine erste Amtshandlung richtete sich aber an seinen Vorgänger Harald Rutenbeck, den er mit der höchsten Auszeichnung der SIHK ehrte. „Mit ihnen geht ein Präsident, der große Fußstapfen hinterlässt. Sie haben viele Akzente gesetzt und den Standort Südwestfalen deutlich gestärkt“, würdigte er den Schalksmühler Unternehmer, den die Vollversammlung in Anerkennung seiner Leistungen zum Ehrenpräsidenten wählte. Rutenbeck habe konsequent die Stärkung der Fachhochschule Südwestfalen vorangetrieben und sich für die Studienstandorte in Lüdenscheid und Olpe eingesetzt.

Als „größte gesellschaftspolitische Herausforderung“ bezeichnete Dr. Schweitzer die Integration der Flüchtlinge in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Dabei seien keine schnellen Erfolgsmeldungen zu erwarten. „Im Durchschnitt dauert dieser Prozess fünf bis zehn Jahre. Das gleicht einem Marathonlauf.“

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