STL: Mehr Kontrolle nötig

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Die Kontrollen bei der Anlieferung auf dem STL-Recyclinghof werden verstärkt.

Lüdenscheid - Grünabfälle, Elektroschrott, Personalausweis: Weil der STL künftig seine Kontrollen auf dem Recyclinghof erhöht, sollten Anlieferer belegen können, dass sie als Lüdenscheider berechtigt sind, den Service zu nutzen. Da die Anlieferzahlen stetig stiegen, so erklärt es STL-Werkleiter Heino Lange, „müssen wir reagieren“.

Die Zahlen wiesen darauf hin, dass sich etwas in die falsche Richtung entwickle, stellten Lange, sein Recyclinghof-Leiter Frank Bäcker und Werksausschuss-Vorsitzender Bernd Schildknecht fest. Die Besucher würden über eine Schleife gezählt. Innerhalb eines Jahres habe man einen Anstieg von 6000 Anlieferern gehabt – „ bei sinkenden Bevölkerungszahlen“. Die Vermutung liege nahe, dass immer mehr Einwohner umliegender Gemeinden – die den STL-Service nicht hätten – Abfälle kostenlos in Lüdenscheid entsorgten. Das allerdings gehe irgendwann zu Lasten Lüdenscheider Gebührenzahler.

„Wir machen nichts anderes, als zu verhindern, dass es teurer wird“, sagt Bernd Schildknecht. Höhere Abfallmengen bedeuteten auf lange Sicht höhere Gebühren für den einzelnen Haushalt.

„Wir werden immer mal zu anderen Zeiten kontrollieren“, kündigt Frank Bäcker an. Der Betrieb werde dadurch nicht gestört, das Gelände sei groß genug. Im Zweifel müsse der Überprüfte einen Anhörungsbogen ausfüllen und überprüfbare Angaben machen, woher die angelieferten Stoffe stammten. Der Sinn sei auch, gewerbliche Anbieter ‘rauszufiltern, die kostenlos Sperrmüll oder in großem Stil Grünabfälle entsorgten, und ihren Kunden das dann möglicherweise in Rechnung stellten. Natürlich sei es Fremdanlieferern möglich, ihr Material in haushaltsüblichen Mengen gegen Gebühren abzugeben. Faustformel: Drei Kubikmeter entsprächen einer Couchgarnitur, rechnet Frank Bäcker vor.

Dass es zu hitzigen Reaktionen kommen kann, ist allen Beteiligten klar. Gleichwohl hoffen sie auf Verständnis. Bei Carsten Sturm, der gleich mal probeweise kontrolliert wurde, fanden sie es: „Ist doch in Ordnung.“ - sum

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