Städtische Galerie bringt Paul Wieghardt in soziale Netzwerke

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Jessica Struckmeier (links) und Dr. Susanne Conzen haben Spaß an den kurzen Wieghardt-Sequenzen. 

Lüdenscheid - Die Protagonisten sind „Graphine“ und Paul, der Sinn, die oftmals sehenswerten grafischen Arbeiten namhafter Künstler ins Rampenlicht zu rücken – wenigstens für ein Wochenende, am 12. und 13. November. Rund um das Kooperationsprojekt Graphischer Sammlungen in NRW entwickelte das Netzwerk eine Internetgeschichte, deren Hauptrolle „Graphine“ übernommen hat.

Mit dem Hashtag #graphikstoryNRW wird über die sozialen Netzwerke Twitter und Facebook eine Bildergeschichte erzählt, an der sich jeder beteiligen kann. Kunstwerke auf Papier berichten davon, was „Graphine“ auf ihrer Reise aus einem verregneten Campingurlaub zum Wochenende der Graphik im November erlebt. Der Startschuss für die Geschichte fiel Ende August mit einem Holzschnitt von Ernst Ludwig Kirchner.

Wochenende der Grafik

Seit Anfang der Woche ist „Graphine“ in Lüdenscheid zu Gast. Denn die Städtische Galerie beteiligt sich neben dem Kunstmuseum Ahlen, dem Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau, dem Museum Ostwall im Dortmunder U, dem Leopold-Hoesch Museum Düren, dem Museum Kunstpalast in Düsseldorf, dem Essener Folkwang-Museum, dem Museum Morsbroich in Leverkusen, der Ludwig-Galerie Schloss Oberhausen und dem Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal an dem Wochenende der Grafik.

Eigene Story um Paul Wieghardt

„Wir müssen die jungen Menschen da abholen, wo sie sich bewegen“, nennt Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen einen der Gründe, warum sich Lüdenscheid an der Internetstory beteiligt. Zum Wochenende der Grafik werden in Lüdenscheid Wieghardt-Werke gezeigt. Grund genug für Conzen und ihre Mitarbeiterin Jessica Struckmeier, eine eigene Internetstory zu erfinden, in deren Mittelpunkt der Maler Paul Wieghardt steht. 

Fünfteilige Geschichte

Fünf Teile hat die kurze Geschichte, hinterlegt mit Grafiken Wieghardts, um Appetit zu machen. Erzählt wird aus der Sicht von Nelly, Wieghardts Frau. Sie berichtet in kurzen Sequenzen aus ihrem gemeinsamen Leben, das sie von Köln aus über Dresden, Paris, Schweden und Norwegen in die USA führte. Das Paar um 1927 ist als begleitendes Bild abgebildet, Nelli mit roten Schuhen, aber auch eine Radierung mit dem Titel „Nähende“. 

Da die Städtische Galerie keine eigenen Seiten in den sozialen Netzwerken betreibt, ist die Geschichte über die Internetseite der Stadt Lüdenscheid und den Link auf die Städtische Galerie zu erreichen.

Drehbuch "Wieghardt" 1. Tag

Drehbuch "Wieghardt" 2. Tag

Drehbuch "Wieghardt" 3. Tag

Drehbuch "Wieghardt" 4. Tag

Drehbuch "Wieghardt" 5. Tag

Schon seit 2009 beteiligen sich museale graphische Sammlungen in der BRD, der Schweiz und in Österreich am Wochenende der Graphik. Bekanntermaßen können in den Dauerausstellungen der Galerien nicht alle Arbeiten ausgestellt werden. Darüber hinaus sind gerade die Graphiken oft lichtempfindlich. Nach kurzen Zeiten der Ausstellung verschwinden sie in den dunklen Tiefen des Depots.

„Graphine“ reist übrigens Ende der Woche weiter, nachdem sie sich bei ihrer Gastgeberin Madeleine breit gemacht und den neuen Club im Viertel besucht hat. Am kommenden Montag wird sie in Ahlen erwartet.

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