Altenbericht 2016

Dichteres Netzwerk für Lüdenscheids Senioren geplant

+

Lüdenscheid - Die Stabsstelle Demografie/Sozialplanung hat sich die Sicherung und Versorgung der älteren Bevölkerung zum Ziel gesetzt. Der jetzt vorgelegte Altenbericht 2016 gibt einen Überblick zum bestehenden Netzwerk, das sich künftig durch weitere Angebote noch mehr verdichten soll.

Der Altenbericht soll, wie berichtet, sowohl als Arbeitsgrundlage für Handlungsempfehlungen als auch Orientierungshilfe für Senioren dienen, heißt es in Einleitung der städtischen Demografiebeauftragten Susanne Zarges, die federführend für die Erstellung des Berichts zuständig war. 

Über 20 Prozent der Lüdenscheider älter als 65 Jahre

Stichtag der Erhebung von Zahlen und Fakten war der 31. Dezember 2014. Deutlich wird, dass zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 20 Prozent der Lüdenscheider 65 Jahre alt und älter waren. 11 766 Frauen und Männer waren 65 bis 80 Jahre alt, 4220 wiederum 80 und älter. 42,64 Prozent dieser Altersgruppen sind Männer, 57,46 Frauen.

Bei den ab 80-Jährigen liegt der Männeranteil bei nur einem Drittel, was mit der höheren Lebenserwartung der Frauen zusammenhängt, sich laut Altersbericht aber auch noch auf die Kriegsgeneration bezieht, so dass in den kommenden Jahren mit einem höheren Männeranteil zu rechnen sei.

Unterschiedliche Struktur in den Stadtteilen

Beim Blick auf die 16 Stadtbezirke Lüdenscheids werden sehr unterschiedliche Altersstrukturen deutlich. So liegt der Anteil der Menschen, die älter als 65 Jahre alt, in Oeneking und Stüttinghausen bei 28 Prozent, gefolgt von den Stadtteilen Honsel/Eichholz bei 26,5 sowie Bierbaum/Höh/Hellersen bei 24,5 Prozent. In diesen Bereichen sei in der Zukunft mit einem Mehrbedarf an seniorengerechten Angeboten zu rechnen, lautet das entsprechend Fazit.

Der Bezirk Honsel/Eichholz verfüge bereits über eine gute Vernetzungs- und Versorgungsstruktur. Daher soll er vorrangig im Rahmen eines Pilotprojektes untersucht und optimiert werden, um schließlich bedarfsgerechte Angebote auf andere Stadtteile übertragen zu können.

Verschiedene Wohnformen können je nach gesundheitlicher Verfassung und Mobilitätsgrad in Anspruch genommen werden. Wer eine barrierefreie Unterkunft bewohnt, kann länger in seinen eigenen vier Wänden bleiben. Ist dies nicht mehr so leicht möglich, sind Betreutes Wohnen oder Wohnen mit Service Alternativen, ebenso Seniorenwohngemeinschaften, Mehrgenerationenwohnen, Pflegewohngemeinschaften oder Senioren- und Pflegeheime. 

Handlungskonzept Wohnen in Arbeit

Zurzeit wird ein Handlungskonzept Wohnen erstellt, das auch den Bereich für ältere Menschen abdeckt Wie anfangs gesagt: Das Netzwerk soll immer dichter werden.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare