Nun geht es um die Zukunft der Sportklinik Hellersen

Nach massiven Vorwürfen: Präsidium der Sporthilfe NRW tritt zurück

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Ein Protest der Sportklinik-Mitarbeiter begleitete am Mittwoch die Mitgliederversammlung der Sporthilfe NRW. 

Lüdenscheid [Update 12.52 Uhr] - Um 18 Uhr begann am Mittwoch die Mitgliederversammlung der Sporthilfe NRW, um entscheidende Weichen für die Zukunft der Sportklinik Hellersen zu stellen, und bereits um 18.15 Uhr war das alte Präsidium "durch Abwahl zurückgetreten".

Das teilte Frank-Michael Rall, Pressesprecher des Landessportbundes, auf Anfrage mit. Rund 200 Vertreter der Mitgliedsorganisationen - Sportverbände und Sportbünde - machten mit klarer Mehrheit deutlich, dass sie eine Wachablösung für dringend erforderlich hielten.

Das neue Präsidium, das die Delegierten wählten, besteht aus Stefan Klett (Präsident Aeroverband NRW), Dr. Christoph Niessen (Vorstandsvorsitzender Landessportbund NRW), Reinhard Ulbrich (Vorsitzender Sportbund Remscheid), Gundolf Walaschewski (Präsident Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen) und llja Waßenhoven (Vorstand Landessportbund NRW). 

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Zu den ersten Amtshandlungen gehörte, die zwischenzeitlich entlassene Wiebke Schandelle als hauptamtlichen Vorstand wieder einzusetzen. 

In einer von der Sportklinik veröffentlichen Pressemeldung der Sporthilfe wird darüber hinaus Dr. Niessen stellvertretend für das neue Präsidium zitiert: „Unsere vordringliche Aufgabe besteht darin, die Lage der Sporthilfe zu stabilisieren. Die Turbulenzen der vergangenen Wochen sind hiermit abgehakt, es zählt nur der Blick auf die vor uns liegende Arbeit. Sicherlich ist vor allem die wirtschaftliche Situation schwierig, aber wir vertrauen auf das Können und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sportklinik Hellersen, die über die Region hinaus einen guten Ruf genießt. Weil deren Fortbestand höchste Priorität haben muss, wollen wir die Sportklinik in eine neue Trägerschaft überführen – aus unserer Sicht die einzig sinnvolle Lösung, die aber Zeit brauchen wird. Dabei sind für uns der Erhalt der Arbeitsplätze und ein gutes wirtschaftliches Ergebnis für die Sporthilfe die entscheidenden Kriterien – einen Schnellschuss wird es keinesfalls geben.“ 

In den nächsten Wochen soll nun die Lage analysiert werden. Die Erkenntnisse der weiterhin tätigen Berater, die der Sportklinik eine "klassische Schieflage" attestiert haben, sollen die Grundlage dafür liefern, "dass Ruder 'rumzureißen", wie es Frank-Michael Rall formulierte. 

Zudem bekräftigte Dr. Niessen: "Wir sagen den Mitgliedsorganisationen und der Belegschaft der Sportklinik zu, dass wir sie kontinuierlich über unsere Arbeit informieren werden."

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