Ausbau SB-Netz

Sparkasse legt Fillialen zusammen: Ein Standort für fünf

Die Sparkassenvorstände Markus Hacke (links) und Thorsten Haering haben vom Verwaltungsrat grünes Licht fürs neue Konzept.

Lüdenscheid - Die Sparkasse organisiert ihr Filial- und Vertriebskonzept neu. Auffälligste Folge: In einem neuen großen Beratungs-Center Lennestraße im Stadtwerke-Bau werden fünf Geschäftsstellen aus einem Umkreis bis maximal drei Kilometer konzentriert: Worth, Kluse, Oberrahmede, Gevelndorf und Wehberg. Sparkassenvorstand Markus Hacke nennt es „eine Maßnahme zur Zukunftssicherung der Sparkasse“

Ab April 2017 werden sich am neuen Gemeinschafts-Standort demnach 17 Mitarbeiter um Kunden kümmern – „vertraute Gesichter aus den Filialen“, wie Hacke betont. Für die Mitarbeiter bedeute die Umstrukturierung weder Jobverlust noch finanzielle Einbußen; zudem werde das SB-Netz in der Nähe von Nahversorgungszentren ausgebaut. Letztlich hätte das Geldinstitut immer noch elf Geschäftsstellen mit Personal und damit „deutlich mehr als alle anderen Banken vor Ort zusammen“, stellt der Sparkassenvorstand fest.

In einem zweiten Schritt werde Ende 2017/Anfang 2018 dann als sechste auch die Geschäftsstelle Oeneking geschlossen. Hierfür werde man aber einen neuen SB-Standort im Bereich des Nahversorgungszentrums an der Kölner Straße einrichten.

All das lässt sich das Institut deutlich mehr als eine Million Euro kosten. Wie hoch die Ersparnis auf lange Sicht ausfällt, dürfte sich laut Vorstand Thorsten Haering frühestens 2019/20 zeigen. Klar ist: Angesichts der andauernden Niedrigzinsphase muss auch die Sparkasse sparen.

Die Gründe für die Umstrukturierung hingen eng mit der Marktentwicklung zusammen, erläuterten die Vorstände am Montag: 3,3 Millionen Online-Banking-Nutzer im Jahr, 8300 Sparkassen-App-Nutzer, ein 17-köpfiges Service-Team, das mit 125.000 Anrufen pro Jahr und 11.000 Kunden-E-Mails viele Geschäftsstellen-Besuche spare – all das verlagere den Betrieb. 

Zudem würden neue Angebote gut angenommen. So könne der Kunde Sorten für Auslandsreisen per Internet direkt nach Hause bekommen. An vielen Automaten seien Ein- und Auszahlungen (Cash-Recycling) möglich. Außerdem würden Kunden weniger und älter.

Darauf will man ab 2017 reagieren: Wer eingeschränkt mobil ist, kann für drei Euro pro Monat den Bargeld-Bring-Service buchen. Einmal im Monat klingelt dann die Sparkasse an der Haustür und bringt auf Wunsch bis zu 1000 Euro.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare