Hauseigentümer Kurt Ellermann zum Thema Musikschule

Späte Standort-Diskussion

War als Musikschulstandort kurz im Gespräch: die Ellermann-Häuserzeile Wilhelmstraße 48 bis 52 gegenüber der Erlöserkirche.

Lüdenscheid - Für Kurt Ellermann ist die Zeit jetzt reif für eine Klarstellung. Denn immer wieder sprächen ihn die Leute auf das Thema Musikschule an, sagt der Lüdenscheider, der das Hotel zur Altstadt betreibt und dem drei Häuser gegenüber der Erlöserkirche gehören. Die waren, so ist mittlerweile bekannt, auch einmal Gegenstand von Überlegungen, die Musikschule dort und damit mitten in der Altstadt anzusiedeln.

Den Eindruck, dass die Diskussion zur Standortwahl über viele Köpfe hinweg und erst spät öffentlich geführt worden ist, bestätigt Kurt Ellermann und schildert seine Sicht der Dinge: „Vor anderthalb Jahren kam Reinhold Zimmermann zu mir. Er wollte meine Häuser Wilhelmstraße 48, 50 und 52 kaufen, um dort exklusive Ladenlokale und besondere Gastronomie einzubauen, zur Belebung der Altstadt. Nachdem er alle Unterlagen und Pläne hatte, entschied er sich plötzlich, dort ein Hotel zu errichten. Da ich zwei Straßen weiter selbst ein Hotel betreibe, konnte ich dem natürlich nicht zustimmen.“

Den Bereich als Musikschulstandort ins Gespräch gebracht habe dann vor einem halben Jahr Alhard Graf von dem Bussche-Kessell. Der habe ihm gesagt, gegenüber der Erlöserkirche sei aus seiner Sicht der beste Standort dafür.

Kurt Ellermann selbst hat seine eigene Rechnung aufgemacht: „Knapp 1000 Quadratmeter brauchen die für die Musikschule. Um die gegenüber der Erlöserkirche zu integrieren, würde wahrscheinlich eines der großen Häuser reichen“, glaubt er. Das käme der Stadt sicherlich entgegen, vermutet er, „da sie sowieso wenig Geld übrig hat, siehe die kolossale Grundsteuererhöhung“. Sein Architekt hat ihm zudem bestätigt, dass eine Kernsanierung der bestehenden Gebäude möglich sei. Auch für ihn sei das Argument der fehlenden Wirtschaftlichkeit nicht nachvollziehbar.

Kurt Ellermann jedenfalls ärgert sich sehr über die Entwicklung und sieht eine Chance zur Altstadtbelebung vertan. Ellermann: „Bis heute hat sich die Stadt noch nicht an mich gewendet, also kann auch niemand sagen – so wie der Bürgermeister –, die Häuser gegenüber der Erlöserkirche seien zu unwirtschaftlich.“

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