Sehr gute Ausbildungsquote und neuer Werkleiter bei Novelis

Bürgermeister Dieter Dzewas (3.v.li.) besuchte am Freitag die Firma Novelis an der Wiesenstraße. Beim Betriebsrundgang informierten ihn unter anderen der neue Werkleiter Michael Wälchli (Mi.) und Produktionsleiter Mathias Lai (2.v.li.). -  Foto: Messy

Lüdenscheid - Bürgermeister Dieter Dzewas lernte am Freitag im Rahmen seiner regelmäßigen Firmenbesuche den neuen Novelis-Werkleiter für Lüdenscheid und Plettenberg-Ohle kennen. Der Schweizer Michael Wälchli hat die Leitung am 1. April übernommen.

Der 34-Jährige stellte gemeinsam mit Produktionsleiter Mathias Lai sowie dem kaufmännischen Leiter Guido B. Franke sowie Vertretern aus der Produktentwicklung, der Prozesstechnik und der Logistik und dem Betriebsrat das Unternehmen an der Wiesenstraße vor. Weltweit ist Novelis in der Aluminiumsverarbeitung unterwegs und ist Teil der indischen Konzerns Aditya Birla. In Lüdenscheid werden pro Jahr bis zu 80 Kilotonnen Aluminium verarbeitet. Jeder kommt Tag für Tag in Kontakt mit den Endergebnissen, die zum Beispiel Novelis-Kunden aus der Getränke- und Nahrungsmittelverpackungsindustrie oder der Automobilindustrie auf den Markt bringen. 

Auch die Lackierung spielt dabei manchmal eine große Rolle. So wollte ein Kunde für Behälter, in die Essen gefüllt wird, einen bestimmten Grünton. Zudem werden immer mehr verschiedenfarbige Öffnungslaschen auf Getränkedosen gewünscht – zwei von mehreren Fällen für spezielle Lack-Ingenieure, die Lösungen finden. Die Mitarbeiter vom Standort Lüdenscheid – insgesamt 220 – bestechen auch durch Produktentwicklungen, erfuhr Dzewas, der von Peter Treu vom Fachdienst Wirtschaftsförderung, Projektsteuerung und Liegenschaften begleitet wurde. Erfreut nahmen beide die sehr gute Ausbildungsquote zur Kenntnis. Sie liegt bei zehn Prozent – 20 junge Leute werden zu Anlagenmaschinenführer, Schlosser, Elektriker, Zerspanungsmechaniker, Lageristen und im Verwaltungsbereich ausgebildet und vielfach auch nach der Lehre übernommen.

Eine Ausweitung der beiden Firmengebäude, die unter der Wiesenstraße per Tunnel miteinander verbunden sind, ist nach Angaben von Michael Wälchli nicht beabsichtigt. „Wir setzen auf Automatisierung, aber keine räumliche Ausweitung.“ Es gehe darum, im Rahmen des globalen Budgets mit den bestehenden Kapazitäten besser zu jonglieren und um die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit. Das Werk Lüdenscheid machte zuletzt einen Umsatz von knapp 70 Millionen Euro.

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