Überzähligen Möbel zum Schöneck

Weiterhin Flüchtlingskurse "An der Schnappe"

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Die überzähligen Möbel werden jetzt in einigen der Container an der Grundschule Schöneck eingelagert.

Lüdenscheid - In den Dachboden-Räumen der Flüchtlingsunterkünfte An der Schnappe kann die Flüchtlingsinitiative unter Federführung der Arbeiterwohlfahrt weiterhin Sprachkurse und Hausaufgabenhilfe geben. Dies betonte Beigeordneter Thomas Ruschin am Montag gegenüber den LN.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte in einer Anfrage für die Ratssitzung am Montagabend davon gesprochen, die Stadtverwaltung habe die dortige Flüchtlingsarbeit durch Einzug der Schlüssel der Ehrenamtlichen „verboten“.

Thomas Ruschin erläuterte die Ausgangssituation: Ursprünglich habe man der Flüchtlingsinitiative für ihre Arbeit Räume in der ersten Etage eines angemieteten Gebäudes an der Wefelshohler Straße angeboten. Diese Räume habe man entsprechend möblieren wollen, um sie auch beispielsweise für spielende Kinder attraktiv zu gestalten. Das Angebot sei mit der Begründung abgelehnt worden, den Flüchtlingen von der Schnappe sei der Weg zur Wefelshohler Straße nicht zuzumuten.

Überzählige Möbel müssen eingelagert werden

Ruschin: „Im vergangenen Herbst und Winter mussten wir wegen der prognostizierten starken Flüchtlings-Zuzüge so viele Betten und andere Möbel wie möglich einkaufen. Es kommen nun aber viel weniger Flüchtlinge als erwartet, so dass wir die überzähligen Möbel einlagern müssen. Dies wollen wir nicht an der Wefelshohler Straße tun. Der Grund: Wenn sich an der Situation nichts ändert, werden wir den Mietvertrag für dieses Gebäude im kommenden Herbst nicht verlängern; dann müssten wir dort alles wieder ausräumen.“

Verwaltung geht auf Bedenken ein

Da sich An der Schnappe ohnehin das Hauptlager für Möbel und die Werkstätten befinden, habe man das Dachgeschoss dort als Lager nutzen wollen. Dabei sei es nicht darum gegangen, Flüchtlingsarbeit zu verhindern oder gar zu verbieten. Thomas Ruschin: „Wir werden nun aber auf die Bedenken der Flüchtlingsinitiative eingehen und lagern die Möbel deswegen künftig in Containern an der Schule Schöneck. Für die Verwaltung bedauere ich, dass hier vielleicht gegenüber der Flüchtlingsinitiative eine zu kurze Kommunikation stattgefunden hat“

Keinen Streit mit der Flüchtlingsinitiative gesucht

Der Beigeordnete betonte abschließend, man habe eine pragmatische Lösung gesucht und es keinesfalls auf einen Streit mit der Flüchtlingsinitiative angelegt: „Sie leistet hervorragende Arbeit, auf die ich sehr stolz bin.“ Allerdings gab er für die Zukunft in Hinblick auf das Argument „unzumutbare Wege“ zu bedenken: „Wir werden den Flüchtlingen durchaus vermitteln müssen, dass man im Sinne einer gelungenen Integrationsarbeit auch den einen oder anderen Weg in Kauf nehmen muss.“

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