STL schafft neues Schadstoffmobil an

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Die STL-Mitarbeiter Martin Cegielski (li.) und Patrick Weber sind Experten für Schadstoffe.

Lüdenscheid - Manchen Besuchern des Reyclinghofes am Fuhrpark wird es schon aufgefallen sein: Der Stadtreinigungs- Transport und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) hat ein neues Schadstoffmobil angeschafft.

Das alte war seit 1991 im Einsatz und entsprach daher naturgemäß nicht mehr den aktuellen Standards. „Wir haben das in einem speziellen Fahrzeugbau-Unternehmen nach unseren Vorstellungen bauen lassen, natürlich unter der Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben für die Gefahrgutsammlung“, sagt Frank Bäcker, Leiter des Recyclinghofes.

Beim Blick in den Innenraum des Schadstoffmobils fällt die Übersichtlichkeit der verschiedenen Regale und Fächer auf. Türen und Klappen sind so eingebaut, dass das Be- und Entladen einfacher ist. Der Abzug, der sonst einer Dunstabzugshaube in einer Küche glich, ist jetzt eine geschlossene Kabine, in der ein hoher Saugdruck herrscht und die die Mitarbeiter seitlich über eine Klappe bedienen und nutzen können. Die Rutschfestigkeit in dem Schadstoffmobil ist besser, ebenso die Beleuchtung. Eine Duschkabine ist mit 200 Liter Wasser gefüllt und kann im Bedarfsfall aktiviert werden. „Im Prinzip ist die gesamte Anlage flexibler nutzbar“, bringt Frank Bäcker die Vorteile auf den Punkt. Der STL hat am Annahmetisch zudem eine Markise anbauen lassen, die Kunden und Mitarbeitern Regen- und Sonnenschutz bietet. Ingesamt investierte der STL 68 000 Euro in die Anschaffung.

Gesammelt wird in dem Schadstoffmobil eine Mixtur chemischer Produkte, gefährlicher Müll wie Batterien, Säuren, Spraydosen, Chemikalien, Farben oder Lacke. „Im Laufe des vergangenen Jahres sind da 117 Tonnen zusammengekommen“, sagt Bäcker.

Mobil wird der Sammler inzwischen nur noch, wenn größere Entsorgungen, beispielsweise an Schulen erforderlich sind. „Früher waren wir über die Woche für die Bürger an mehren Standorten zu finden. Das ist aber in letzter Zeit gar nicht mehr so gefragt gewesen. Die Leute kommen immer mehr zu uns auf den Hof. Deshalb haben wir das eingestellt.“

2015 besuchten – erfasst durch die automatische Zählschleife – 252 243 Besucher den Recyclinghof, durchschnittlich 840 pro Tag. Die komplette Abfallmenge lag bei 8806 Tonnen und damit bei 29 Tonnen pro Tag.

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