Landesprogramm

Sanierung der Otfried-Preußler-Schule mit Mitteln aus "Gute Schule 2020"

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Matthias Reuver, Frank Kuschmirtz, Monika Körner (kommissarische Leiterin der Ottfried-Preußler-Schule), Gordan Dudas und Dieter Dzewas blicken durch geöffnete Fenster der Schule. Mit „Gute Schule 2020“-Mitteln sollen die Fenster ausgetauscht werden.

Lüdenscheid - Eine energetische Sanierung der Otfried-Preußler-Schule wird der Auftakt einer ganzen Reihe von Modernisierungsarbeiten an Schulen sein, die mit Landesmitteln aus dem Programm „Gute Schule 2020“ finanziert werden sollen. In den kommenden vier Jahren sollen dafür rund fünf Millionen Euro nach Lüdenscheid fließen.

Diese Summe stellte der SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas bei einem Ortstermin an der Otfried-Preußler-Schule in Aussicht. Die Landesregierung NRW werde aber erst Ende der Woche die Konditionen des Programms – und damit verbunden den genauen Betrag – bekanntgeben, sagte er.

Bürgermeister Dieter Dzewas, Frank Kuschmirtz, Leiter der Zentralen Gebäudewirtschaft, und Matthias Reuver, Fachbereichsleiter Schule, Jugend und Sport, betonten, dass die Stadtverwaltung zwar erst nach Bekanntgabe der Rahmenbedingungen verbindlich planen könne, sich aber bereits Gedanken gemacht habe, an welchen Schulen welche Maßnahmen durchgeführt werden müssen.

Startschuss im Laufe kommenden Jahres

Zwei Millionen Euro Kosten, voraussichtlich zwei Jahre Bauzeit und der Startschuss im Verlauf des Jahres 2017 – damit rechnet die Stadtverwaltung im Zuge der energetischen Sanierung der Otfried-Preußler-Schule, die laut Dzewas ganz oben auf der Prioritätenliste der Schulsanierungen steht, und der der Rat in seiner Sitzung am Montag zugestimmt hatte.

Die Sanierung der Otfried-Preußler-Schule wird eine von mehreren Maßnahmen sein.

Kuschmirtz veranschaulichte: „Das sind Arbeiten einmal rund ums Gebäude. Die alte Fassade aus Waschbeton aus dem Jahr 1968 muss weg. Dann brauchen wir eine neue Dämmung, neue Fenster und eine neue Fassade – alles nach heutigen Energie-Standards.“

Dzewas sagte, man werde zu gegebener Zeit mit der Schule Kontakt aufnehmen, denn der Schulbetrieb würde durch solch umfangreiche Arbeiten empfindlich gestört. „Wir müssen darüber nachdenken, den Schulbetrieb solange auszulagern.“ Die Verwaltung habe dafür das Gebäude der ehemaligen Hermann-Gmeiner-Schule am Dickenberg ins Auge gefasst.

Die Sanierung am Brockhauser Weg soll bei weitem nicht die einzige Maßnahme sein – „Wir haben eine lange Liste und einen enormen Investitionsrückstau. Aber bevor die genauen Konditionen des Programms noch nicht vorliegen, würde ich ungern spekulieren, welche Schulen als nächstes modernisiert werden“, sagte Dzewas.

Die Landesmittel dürften auch für eine zeitgemäße Internet-Ausstattung der Schulen genutzt werden, doch man müsse das Wünschenswerte und das Notwendige gegeneinander abwägen, waren sich Dzewas und Dudas einig.

Keine Kosten für die Kommunen

In Bezug auf das Programm „Gute Schule 2020“ sagte Dudas: „Das Land hat erkannt, dass es mehr in Bildung investieren muss. Ein Drittel seines Gesamthaushalts fließt nun in Bildung. Das ist mehr denn je. Und das darf auch keine Eintagsfliege bleiben.“

Die Mittel stammten aus einem zinslosen Kredit, den das Land bei der NRW-Bank nimmt. Auf die Kommunen kämen keine Kosten zu, versicherte Dudas.

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