Feinschmecker-Redaktion zeichnet Restaurant aus

Salzmanns „vif“ unter den 500 Besten

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Das Feinschmecker-„F“ prangt an der Tür: Manfred Salzmanns Restaurant Vif ist eines der 500 besten Deutschlands.

Lüdenscheid - Er kann’s einfach. Und deshalb urteilt die Feinschmecker-Redaktion in der neuesten Ausgabe ihres kulinarischen Reiseführers durch Küchen zwischen Aachen und Zweibrücken: Das Lüdenscheider „vif – Salzmanns Kleines Restaurant“ ist eines der 500 besten Restaurants Deutschlands.

Dazu schreibt der Restaurantführer: „In den frühen 1990-er Jahren gehörte seine ‘Petersilie’ zu Deutschlands besten Restaurants. Dann wurde es stiller um Manfred Salzmann. Jetzt startet er noch einmal durch, und seine Küche ist auf der Höhe der Zeit.“

Das fachkundige Lob und die Auszeichnung kommen auf den Punkt. Denn 1986, vor genau 30 Jahren, begann mit der Lüdenscheider „Petersilie“ an der Friedrichstraße eine lange Karriere, die den Ausnahmekoch zeitweise bis nach Sylt, aber letztlich doch wieder zurück in die Region führte. Stationen der Selbstständigkeit in Neuenrade und auf der Burg Altena oder in Hemer folgten.

Heute kocht Salzmann, der zwischen 1989 und 1997 an der Loher Straße mit dem „Petersilie“-Team sogar Sterne-Glanz in die Bergstadt holte, weiter auf hohem Niveau, wenngleich in kleinerem Rahmen. Den 30. Jahrestag feierten seine Gäste bei Ochsenschwanz-Burger und Guanaja-Schokolade in Texturen.

Der Feinschmecker attestiert seiner Küche „puristische Klarheit und Eleganz“. Ob sich so viel Lob auszahlt – er weiß es nicht. Aber: „Es ist einfach schön. Und es ist eben auch eine Bestätigung und eine gute Motivation.“ Festgestellt hat der Profikoch aber bereits, dass viele Gäste aus dem Umland wieder auf ihn aufmerksam geworden sind. Gourmets, das weiß er seit den ersten Lüdenscheider Jahren, orientieren sich gerne an solchen Empfehlungen und scheuen auch weitere Anfahrten nicht. Deshalb sind ihm Stammgäste auch über die Jahre gerne gefolgt.

Dass es für die Spitzengastronomie nicht immer leicht ist, hat ihn über die Jahre begleitet. Vor allem Personalprobleme machten der Branche zu schaffen, sagt er. Seit Jahren herrsche Stillstand beim Nachwuchs. Er selbst sucht, aber das sei und bleibe schwierig. Die Arbeit sei mitunter hart, die Arbeitszeiten für junge Leute nicht attraktiv. „Und die Anerkennung im Service ist nicht so, wie die Leute es verdienen.

Trotzdem ist er mit einem festen Mitarbeiter und zwei Aushilfen in Service und Küche wieder einmal in die Spitze vorgedrungen. Das ist zu schaffen, weil die Öffnungszeiten dem Rechnung tragen: montags und dienstags ist geschlossen, außer samstags und sonntags ist nur zum Abendessen geöffnet.

www.vif-kleines-restaurant.de

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