Rundgänge durch das Obergeschoss der Galerie

Im Dialog mit „Ida und Paul“

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Ida Gerhardi und Paul Wieghardt teilen sich das Obergeschoss der Galerie.

Lüdenscheid - „Ida und Paul“ leben in einer friedlichen Koexistenz im Obergeschoss der Städtischen Galerie. Beide sahen den Sinn ihres Daseins in der Malerei – Ida Gerhardi und Paul Wieghardt. Werke der beiden Maler oder auch Selbstbildnisse hängen hier aus. Und doch ist die Zahl derer, die nach einem Besuch der Wechselausstellung in der Galerie noch ein Geschoss höher gehen, überschaubar.

„Schade“, findet Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen, „mit beiden sind wir hier in Lüdenscheid sehr verbunden. Und wir als Galerie fühlen uns der Stadt gegenüber verpflichtet, die Werke der Maler, die aus der Region stammen, zu erklären.“ Daher werden in den Sommerferien am 21. Juli sowie 4. und 18. August (donnerstags) ab 17 Uhr „Ida und Paul“-Rundgänge durch das Obergeschoss angeboten. „In lockerem Plauderton“, betont die Galerieleiterin, sollen die Werke Ida Gerhardis und Paul Wieghardts erklärt werden, Persönlichkeiten, die einen engen Bezug zu ihrer Heimatstadt Lüdenscheid haben, aber im Laufe ihrer künstlerischen Schaffenszeit und Karriere in die Welt und in die international renommierten Künstlerzentren aufgebrochen sind. Die teilnahm an diesen Rundgängen ist ebenso kostenfrei wie der Besuch der ständigen Ausstellung. Der Rundgang wird eine gute dreiviertel Stunde dauern.

Wenn die Ausstellung mit Werken des Künstlers Heinz Wevers abgebaut und „kunst.konkret 01“ wieder verräumt ist, wird wieder eine Ausstellung zeitgenössischer Kunstwerke in die Galerie an der Sauerfelder Straße einziehen: Der Ida-Gerhardi-Preis wird einmal mehr vergeben. Seit 1990 stiftet die Sparkasse Lüdenscheid den Förderpreis für junge Künstler. Mit der Vergabe ist eine Ausstellung in der Galerie verbunden. Der Preis selbst ist mit 5000 Euro dotiert und weiteren 3000 Euro für die Produktionskosten einer Edition.

Seit Anfang Mai ist die Vergabe ausgeschrieben. Bewerben können sich Künstler, die an einer anerkannten Hochschule oder Akademie ihr Studium abgeschlossen haben und nicht älter als 39 Jahre sind. Die bildenden Künstler müssen in NRW geboren sein oder hier leben. Eine Jury wählt ab Ende Juli bis zu zehn der eingereichten Arbeiten aus nach Eigenständigkeit und Originalität und anschließend den Preisträger.

Vom 24. Oktober bis 4. November bauen die ausgewählten Künstler ihre Ausstellung auf, die am 18. November zusammen mit der Preisverleihung eröffnet wird. Die Preisträgerin der letzten Förderpreisvergabe war die Künstlerin Gesine Grundmann, hat in Köln und Düsseldorf studiert, war Meisterschülerin bei der bildenden Künstlerin Rosemarie Trockel (Düsseldorf). Ihr Spiralen-Werk „Exact is a Snake“ entstand 2013 und war im Untergeschoss der Galerie zu sehen. Gesine Grundmann sitzt neben Professor Dirk Löbbert, Rouven Lotz, Professor Udo Dziersk und Dr. Susanne Conzen in der Jury. Die Kunstwerke der Bewerber für den Ida-Gerhardi-Preis werden bis zum 12. März 2017 in der Städtischen Galerie zu sehen sein.

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