„Nicht auf den Schnee warten“

Reifenwechsel: Ansturm auf Termine hat begonnen

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Das Alter sowie die Profiltiefe sind bei Reifen entscheidend. Michele Turturro vom Kfz-Meisterbetrieb City-Autoservice beginnt bereits im September damit, die eingelagerten Reifen zu kontrollieren.

Lüdenscheid - Wenn die Tage kürzer, die Nächte länger und vor allem frostig und nass werden, herrscht in den heimischen Kfz-Werkstätten wieder Hochbetrieb. Reifenwechsel, Frostschutzcheck und Lichttest – die Lüdenscheider möchten ihr Auto wintersicher wissen. „Wir sind mitten im Geschäft“, bestätigt Sascha Helbig, Juniorchef von Auto-Service-Helbig. „Derzeit haben wir in Bezug auf die Termine einen Vorlauf von etwa eineinhalb Wochen.“

Und auch Michele Turturro vom Kfz-Meisterbetrieb City-Autoservice ist in Bezug auf Reifenwechsel & Co. bereits gut ausgelastet: „Bei uns hat der Winter bereits Anfang September begonnen. Dann fangen wir an, die eingelagerten Reifen durchzuchecken, um genügend Zeit für eine Neu-Bestellung zu haben.“ 

Denn, so wissen die Fachleute, nicht nur das Reifen-Profil ist für das winterfeste Auto entscheidend: „Weniger als drei Millimeter dürfen es nicht sein“, so Turturro. Vielmehr trage auch das Alter zur Verkehrssicherheit bei: „Die Hersteller reden von einer Lebenszeit von etwa sechs Jahren.“ Weil das Material dann härter werde, erhöhe sich die Rutschgefahr und der Bremsweg werde länger, erklärt Turturro. Und das kann im Zweifel teuer werden. 

Denn: Verursacht man mit einer falschen Bereifung einen Unfall, werden laut Bußgeldkatalog mindestens 120 Euro fällig und der Fahrer erhält einen Punkt in Flensburg. „Die Strafe kann aber variieren, wenn man zum Beispiel schon vorher im Straßenverkehr auffällig geworden ist“, weiß Anna Becker von der Pressestelle der Polizei. Und auch mit Folgen bei der Versicherung müssen die Unfallverursacher rechnen, können mitunter in Regress genommen werden.

Doch nicht allein der Reifenwechsel gehört zur Vorbereitung auf den Winter dazu, auch die Kontrolle von Bremsen und Batterie, das Auffüllen des Frostschutzes sowie ein Lichttest tragen zur Fahrsicherheit in der dunklen, kalten Jahreszeit bei. Der Lichttest feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen und ist in diesem Monat in allen Meisterwerkstätten kostenlos, die entsprechende Plakette eingeschlossen.

Auch wenn derzeit noch milde Temperaturen herrschen, raten Helbig und Turturro zum rechtzeitigen Handeln. „Natürlich gibt es immer die Autofahrer, die bis zum ersten Schneeeinbruch warten“, weiß Michele Turturro. „Doch dann kann es in den Werkstätten eng werden.“ Und auch Sascha Helbig rät dazu, frühzeitig einen Termin zu machen. Damit die Rutschpartie im Schnee ausschließlich auf dem Rodelhang stattfindet.

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