Eröffnung der Wever-Ausstellung sorgt für Besucherströme in Lüdenscheid

Ein Publikumsmagnet im Museum

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Unter die zahlreichen Gäste hatten sich auch Peter und Michael Wever gemischt, um der Ausstellungseröffnung mit Werken ihres Vaters Heinz Wever in den Museen der Stadt Lüdenscheid beizuwohnen.

Lüdenscheid - Damit hatte wohl niemand gerechnet: Schon eine halbe Stunde vor der regulären Öffnung der Museen der Stadt Lüdenscheid hatte sich am Sonntagvormittag eine lange Besucherschlange vor dem Eingang gebildet.

Der Grund: die Eröffnung der Ausstellung „Illustration. Propaganda. Porträt – Heinz Wever 1890-1966“.

In seinem Grußwort ging auch Bürgermeister Dieter Dzewas mit einem Augenzwinkern auf dieses ganz offensichtlich große Interesse ein, das die Werkschau erregte: „Eine lange Schlange vor dem Eingang und ein so volles Haus – das ist nicht die Regel, aber es könnte die Regel werden.“

Die Ausstellung mit Werken des gebürtigen Herscheiders Heinz Wever sei ein einmaliges Ereignis. „Es ist schon eine Besonderheit, dass solch ein Künstler aus unserer Region stammt und sich mit Firmen aus unserer Region beschäftigt“, betonte Dzewas. Und hob damit auf die zahlreichen Porträts von Mitarbeitern heimischer Unternehmen ab, die seit Sonntag in den Museen der Stadt und der Galerie zu sehen sind.

Auch Herscheids Bürgermeister Uwe Schmalenbach war zur Eröffnung der Ausstellung gekommen und vermittelte in seinem Grußwort sehr anschaulich, welchen Stellenwert Heinz Wever und sein Werk in der Gemeinde noch heute haben: Das geflügelte Wort vom Propheten, der im eigenen Land nichts gelte, treffe auf Heinz Wever ausdrücklich nicht zu.

Auf die künstlerische Bedeutung des Werkes von Heinz Wever gingen im Anschluss sowohl Klaus Crummenerl vom Verein für die Geschichte Preußens und der Grafschaft Mark – die Museumsfreunde als auch die Ausstellungsmacher Dr. Susanne Conzen und Dr. Eckhard Trox ein. Alle drei empfahlen den Besuchern, den Katalog, der die Schau begleitet, zu erwerben. Er komplettiere die Werkschau, erläuterte Hintergründe und Zusammenhänge und mache eine umfassende Beschäftigung mit Leben und Werk Heinz Wevers möglich. „Lesen Sie den Band – es lohnt sich!“, warb Crummenerl eindringlich für den Begleitband, bevor Dr. Susanne Conzen die Besucher mit einer wissenschaftlich fundierten Einführung auf den Gang durch die Schau einstimmte – und Appetit weckte, sich dem facettenreichen Werk zu nähern.

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