Unfallprävention

Projekt "Traffic Deadline" an Staberger Gymnasien

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Felix Kleve von der Feuerwehr (Zweiter von links) sicherte Lars Makowski auf der Trage. Und die Gurte saßen fest, denn mit Unterstützung von Nico Lienenkämper, Besjan Pajaziti und Marc Linneboden (von links) ließ sich die Trage samt Patient aufrichten.

Lüdenscheid - „Traffic Deadline – Der Tod auf dem Weg nach Hause“, so heißt ein Projekt zur Unfallprävention, an dem die Schüler der Q2 der Staberger Gymnasien am Freitag teilnahmen. Als Rettungskräfte, Polizei, Notfallseelsorger, Unfallopfer und deren Angehörige von dem berichteten, was sie erlebt haben, ging das unter die Haut.

Der Interessenverband für Unfallverletzte Lüdenscheid, die Gruppe Leitender Notärzte des Märkischen Kreises und das Netzwerk Verkehrssicherheit MK haben es sich mit „Traffic Deadline“ zur Aufgabe gemacht, junge Autofahrer auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam zu machen.

Mit Bildern, Videos und Vorträgen wurde in der Scholl-Aula greifbar, dass bei Unfällen durch unangepasste Geschwindigkeit oder Alkoholeinfluss furchtbare Schicksale geschrieben werden.

Übung einer Herzdruckmassage

Elza Halili setzt eine der Promille-Brillen auf.

Anschließend wartete ein Praxisblock mit vier Stationen auf die Schüler. In der Sporthalle des Geschwister-Scholl-Gymnasiums zeigten Milo Crico vom Rettungsdienst des Märkischen Kreises und Marcus Kühnel von der Sanitätsschule Nord das richtige Vorgehen eines Ersthelfers – inklusive Notruf, Ansprache des Verletzten, Überprüfung von Atmung und Puls sowie Herzdruckmassage. Letztere übten die Schüler an Puppen.

Felix Kleve von der Feuerwehr Lüdenscheid zeigte an einer weiteren Station die Ausstattung eines Krankenwagens sowie die verschiedenen Notfalltaschen für Erwachsene und Kinder, die die Retter immer dabei haben.

Promille-Brille als Warnung

Schüler Lars Makowski ließ sich im Selbstversuch eine Halskrause anlegen und mit einem Gurtsystem, das die Retter „Spinne“ nennen, auf der Trage festschnallen. „Das machen wir zum Schutz des Patienten vor einer Querschnittslähmung“, sagte Kleve. Wer so gesichert wird, kann sich nämlich nicht mehr bewegen, wie Makowski am eigenen Leib erfuhr. Sein Fazit: „Man kann sich nicht mehr bewegen. Das war beängstigend.“

Dr. Frank Mewes, Leitender Notarzt, veranschaulichte die Auswirkungen von Alkohol auf den Menschen – und Brillen, die beim Aufsetzen 0,8 und 1,5 Promille simulierten, sollten einmal mehr davor warnen, sich unter Alkoholeinfluss ans Steuer zu setzen.

Ingeborg Schmermbeck und Pfarrer Dirk Pollmann berichteten von ihren Erlebnissen als Notfallseelsorger.

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