17 Flüchtlinge und Migranten sollen in den Arbeitsmarkt integriert werden

Premiere im Kunststoffinstitut

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Am Dienstag hat ein Projekt begonnen, das Flüchtlinge und Migranten in den Arbeitsmarkt der Kunststoff-industrie integrieren soll. Es dauert insgesamt 16 Wochen.

Lüdenscheid - „Sprache und Arbeit sind die Grundlagen für eine gelungene Integration“, sagt Diplom-Ingenieur Torsten Urban. So kündigte der Prokurist des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid am Dienstag eine Premiere in der Einrichtung an der Karolinenstraße an.

17 junge Männer, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind und Bleibeperspektiven haben, traten gestern die Ausbildung an. „In den Betrieben, mit denen wir zusammenarbeiten, werden händeringend Fachkräfte gesucht. Auf der anderen Seite warten hier Flüchtlinge darauf, zu lernen und zu arbeiten. Mit dem Projekt wollen wir den Personalbedarf der lokalen Unternehmen und die Integration sinnvoll miteinander verbinden“, betont Urban.

In Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, dem Jobcenter des Märkischen Kreises und den Euro-Sprachschulen nimmt das Kunststoffinstitut die sprachliche, theoretische und praktische Ausbildungs- und Qualifikationsmaßnahme in Angriff. „Das Ausbildungslevel soll die Teilnehmer in die Lage versetzen, ein Praktikum in einer ortsansässigen Firma zu absolvieren. 90 Prozent der benötigten Plätze sind uns bereits zugesagt worden.“

Die allgemeine Sprachausbildung ist schon in der „Euro-Sprachschule“ erfolgt. In den ersten acht Wochen der Ausbildung im Kunststoffinstitut wird daher der Schwerpunkt bereits auf die Vermittlung der „Kunststoff-Fachsprache“ gelegt. Anschließend werden Trainer des Kunststoffinstituts, unterstützt von einem Integrationsbegleiter, auf diesen Block aufbauen und den Teilnehmern in weiteren acht Wochen die Grundlagen der Werkstoffkunde und des Spritzgießens in Theorie und Praxis beibringen. „Nach wie vor wird der Beruf des Verfahrensmechanikers nicht als attraktiv angesehen, aber das ist bei weitem nicht so“, erklärt Torsten Urban. Wenn’s optimal läuft, könnte ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis entstehen beziehungsweise ein Ausbildungsvertrag geschlossen werden. „Wenn sich die optimistisch stimmenden Vorzeichen bewahrheiten, kann dieses Model ohne weiteres auch auf andere Berufszweige und Branchen übertragen werden.“

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