Kein Markenzeichen für Lüdenscheid

Phänomenta-Brücke unvollendet: „Ende nicht absehbar“

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„Wir wären vielleicht doch besser nach Essen gefahren.“ Besuch aus Lippstadt: Katrin Schwemmer, ihre Söhne Justus und Till sowie Sascha Lörx haben endlich den Eingang gefunden.

Lüdenscheid - Es soll das Markenzeichen der Stadt werden, der Magnet auch für auswärtige Besucher der Kreisstadt. Schilder weisen ihnen ab Autobahn den Weg zum Brückenplatz am Bahnhof. Doch wer zur Phänomenta will, landet hier immer noch staunend vor einem Bauzaun. Wann die Brücke fertig wird, steht nach Auskunft der Stadt weiterhin in den Sternen.

Katrin Schwemmer, ihre Söhne Justus und Till sowie Sascha Lörx als Freund der Familie – sie wohnen in Lippstadt und haben einen lehrreichen Ausflug geplant. „Wir wollten zuerst zur Phänomania nach Essen“, sagt Sascha Lörx. „Aber dann war uns der Weg nach Lüdenscheid zur Phänomenta doch angenehmer.“

Die Hinweisschilder führten die ortsunkundigen Lippstädter schnurstracks auf den Parkstreifen auf dem Brückenplatz – und damit direkt in die Sackgasse. Eine Viertelstunde brauchten sie, um den richtigen Weg zu finden: den Bahnsteig entlang bis zum Ende, weiter dicht an den Absperrbaken vorbei, die die Baustelle der Friedhofstraße vom fließenden Verkehr auf der Bahnhofstraße trennen, dann über den teilweise fertigen Gehweg der Friedhofstraße, rechts in den Phänomentaweg – in Richtung Brücke – und dann links bis zum Haupteingang der Erlebnisausstellung. Katrin Schwemmer: „Da wären wir vielleicht doch besser nach Essen gefahren.“

So wie der Lippstädter Familie Schwemmer wird es vielen auswärtigen Besuchern gehen. Wann die Brücke endlich fertig gebaut und die Erlebnisausstellung direkt vom Bahnhof aus erreichbar sein wird, ist unklar. Wie Koordinator André Westermann im LN-Gespräch sagt, werde derzeit an dem Bauwerk gearbeitet. „Derzeit werden die Bögen weiß lackiert.“ Doch bei Regenwetter funktioniere das nicht. Am Donnerstag zur Mittagszeit schien die Sonne, es regnete nicht, und trotzdem rührte sich kein Pinsel.

Baubeginn der Phänomenta-Brücke - Teil 1 

Baubeginn der Phänomenta-Brücke - Teil 2

Doch an fehlendem Lack liegt es nicht. Denn das Geländer mit dem Handlauf fehlt noch, ebenso der Aufzug, über den die Phänomenta vom Bahnhof aus barrierefrei zu erreichen sein soll. Die gelben Stahlböcke, die zur Montage des Bauwerks gebraucht wurden, werden laut Westermann in den nächsten Tagen abgeholt. Wann die Brücke begehbar sein wird? Westermann: „Ein Ende ist nicht absehbar.“

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