Sonntagsführung in der Städtischen Galerie

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Heinz Wevers „Parasitenzug“, Tempera auf Holz und im Privatbesitz in Werdohl.

Lüdenscheid - Der „Parasitenzug“ des Künstlers Heinz Wever steht einmal mehr im Mittelpunkt, wenn am Sonntag die nächste öffentliche Sonntagsführung in den Museen an der Sauerfelder Straße beginnt. Dort wird derzeit die umfangreiche Ausstellung „Heinz Wever – Illustration, Propaganda, Porträt“ gezeigt. Die Teilnahme am Rundgang kostet zusätzlich zum Eintritt einen Euro.

Museumsleiter Dr. Eckhard Trox begleitet die Besucher am Sonntagnachmittag durch die Ausstellung. Den Fokus legt er auf das Werk, das 1925 entstand, „jenem Jahr also“, so heißt es im Begleitband zur Ausstellung, „ in dem die Annahme des sogenannten Dawes-Planes, der die Belagerung Düsseldorfs (und Duisburgs) durch französische Truppen wegen verweigerter Reparationszahlungen seitens der deutschen Reichsregierung beendet hatte, zunächst eine wirtschaftliche und politische Stabilität zu bringen schien.

Doch bereits bevor der Künstler die Komposition auf die Tafel übertrug, hatte er sich intensiv und in zahlreichen Skizzen mit dem Motiv auseinandergesetzt. Seine Kritik an den bestehenden Verhältnissen sowie die von ihm gesehene Gefahr eines die Menschen dominierenden und besetzenden krankhaften Molochs, in dem der Einzelne ebenso wie die Natur unterzugehen droht, zeigt Wever mit den formalen Mitteln und der motivischen Anlehnung an seine zeitgenössischen Kollegen wie Dix und Ernst.“

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