"Vater ist, was du draus machst": Angebote für Väter

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Gunnar Kolbe, Dagmar Plümer, Stefan Hesse, Ansgar Röhrbein und Wiebke Grüne (v. links) stellten die Landeskampagne „Vater ist, was du draus machst!“ im Bürgerforum vor.

Lüdenscheid - Ob Zahnfee, Talentscout oder Wunderheiler – „Vater ist, was du draus machst“. Unter diesem Motto steht eine Väterkampagne des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW. Auch in Lüdenscheid haben sich Akteure gefunden, die Vätern helfen, ihre Rolle zu definieren.

Im Job Elternzeit nehmen, die Kinder beim Großwerden begleiten, bei Bedarf Beratungs- und Unterstützungsangebote wahrnehmen, der Mutter der Kinder ein Partner auf Augenhöhe sein und einfach als Familie oder Vater-Kind-Gespann Freizeitaktivitäten planen – das alles ist manchmal gar nicht so einfach unter einen Hut zu bekommen, und doch alle Mühe wert.

Das finden Ansgar Röhrbein, Stefan Hesse und Gunnar Kolbe vom Arbeitskreis „Männer, Väter, Jungs“ und vom Netzwerk „Väter im Prinzen“ sowie Wiebke Grüne, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lüdenscheid, und Dagmar Plümer, Leiterin der Stadtbücherei.

Väter-Netzwerk im Kleinen Prinzen

Gemeinsam haben sie am Montag im LN-Gespräch im Bürgerforum des Rathauses ihre Angebote und Ziele vorgestellt.

Die Abkürzung V.I.P. steht für „Väter im Prinzen“ und ist der Name eines Netzwerks engagierter Väter im Südkreis. In lockerer Runde treffen sich die Teilnehmer an bestimmten Dienstagen um 19 Uhr im Lüdenscheider Café „Der kleine Prinz“.

Vom Spaziergang bis zum Camping-Wochenende

Dort besprechen sie nach Auskunft von Röhrbein und Kolbe das sich verändernde Vaterbild und eben alles, was sie beschäftigt. „Von der Schwangerschaftsbegleitung bis zur Krabbelgruppe, für Frauen gibt es viele Angebote. Das haben wir für Männer etwas vermisst und deswegen das Treffen ins Leben gerufen“, sagte Röhrbein.

Und Kolbe präzisierte: „Wir planen auch Aktionen. Das fängt beim Spaziergang an und geht zum Beispiel weiter bis zum Camping-Wochenende.“

Einladung zum Treffen

Die nächsten Treffen, zu denen Väter eingeladen sind, finden am 13. September und am 22. November statt. Informationen gibt es unter Tel. 0 23 51 / 46 39 15 oder 46 32 12.

Stefan Hesse vom städtischen Jugendamt wies darauf hin, dass die Kampagne darauf aufmerksam machen soll, dass Väter sich – falls erforderlich – auch bei der Inanspruchnahme Früher Hilfen einbringen dürfen und sollen.

Gezielte Aktionen in Planung

In der Stadtbücherei, so verdeutlichte Plümer, gebe es nicht nur zahlreiche informative Medien zur Vaterrolle, sondern in Zukunft auch spezielle Angebote – von „Väter lesen vor“ bis zu einem Gesellschaftsspiele-Tag.

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