Notunterkunft im Bereitschaftsbetrieb

Weniger Flüchtlinge: Neues Konzept in Arbeit

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Die  ehemalige Albert-Schweitzer-Hauptschule steht als Notunterkunft auf dem Prüfstand.

Lüdenscheid - Die Notunterkünfte für Flüchtlinge stehen auf dem Prüfstand. Hintergrund ist der starke Rückgang des Flüchtlingszuzugs nach Deutschland. Auch die ehemalige Albert-Schweitzer-Hauptschule fällt damit unter die Überlegungen der Landesregierung.

„Sollte die Einrichtung geschlossen werden, würde die Anrechnung der Zuzüge wegfallen“, sagt Lüdenscheids zuständiger Fachbereichsleiter Thomas Ruschin. Seit Januar habe es keine Zuweisungen von Flüchtlingen mehr gegeben, bis Ende September seien 75 Menschen anvisiert worden. „Das ist locker zu stemmen, denn wir sind gut aufgestellt.“

Was den Fortbestand der Notunterkunft an der Kaiserallee betreffe, arbeite die Bezirksregierung in Arnsberg derzeit an einem Konzept. „Es sollen ja auch Unterkünfte in einer Art Stand by-Modus weiterlaufen. Aber das steht noch nicht fest.“

Christoph Söbbeler, Sprecher der Bezirksregierung, bestätigte das: „Es gibt rund 50.000 Plätze. 35.000 sollen dauerhaft geschlossen werden, 10.000 im Bereitschaftsbetrieb bleiben, für 5000 ein Areal vorgehalten werden, das kurzfristig genutzt werden könnte. Wir sind gerade im plantechnischen Verfahren und in Gesprächen mit den Kommunen.“

Es gebe keinen Stichtag für die Schließungen, sondern dies sei ein Prozess. Man müsse eine sinnvolle Größenordnung schaffen für die Vorsorge. Im vergangenen Jahr habe es die Notsituation, bedingt durch den hohen Flüchtlingszustrom, erfordert, schnell hohe Kapazitäten zu schaffen. Das hätten die Kommunen auch gut gestemmt. Jetzt gehe es darum, sie dem Bedarf anzupassen. „Die große Unbekannte bleibt allerdings, ob es dauerhaft so bleibt.“

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