Zweiter Stammtisch der Flüchtlingsinitiative

Noch offene Fragen zum Schöneck

Patricia Stahlschmidt, Integrationsbeauftragte der Stadt, stellte der Flüchtlingsinitiative Lüdenscheid Pläne fürs Integrationszentrum am Schöneck vor.

Lüdenscheid - Das geplante Integrationszentrum in der ehemaligen Grundschule Schöneck war am Montagabend das zentrale Thema beim zweiten Stammtisch der Flüchtlingsinitiative Lüdenscheid. Patricia Stahlschmidt, Integrationsbeauftragte der Stadt, hatte Pläne mitgebracht und erläuterte die mögliche künftige Nutzung des Gebäudes.

Danach sollen die Klassenräume erhalten bleiben, im Obergeschoss ist die Einrichtung eines Multifunktionsraums vorgesehen, das Untergeschoss könnte als Küche genutzt werden. „In den Klassenräumen könnten Sprachkurse stattfinden. Die Volkshochschule platzt ja bekanntlich aus allen Nähten“, sagte Stahlschmidt, die auch eine gute Nachricht für die Flüchtlingsinitiative mitgebracht hatte. 

Unter Umständen könne die ehemalige Hausmeisterwohnung von ihr genutzt werden. Allerdings müssten bei einem Umbau auch die Aspekte des Brandschutzes berücksichtigt werden. Es sei daher nicht absehbar, wann genau es soweit sei. Das gelte grundsätzlich für die Nutzung der Schule als Integrationszentrum. Die Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGW) müsse einen Bauantrag stellen und dabei natürlich die Vergabevorschriften berücksichtigen. Laut Flächennutzungsplan sei das Gelände für die schulische Nutzung ausgewiesen. Das bedeute zum Beispiel, dass das Integrationszentrum definitiv sonntags nicht geöffnet sei, samstags müsse man sehen.

Klaus Wieber von der Awo meinte, dass die ehemalige Grundschule Schöneck doch ein Stück außerhalb des Stadtzentrums sei und das Integrationszentrum eigentlich innerstädtischer liege müsse. Die Erreichbarkeit für die Flüchtlinge sei schwierig und könne nur mit Bussen umgesetzt werden. Der große Vorteil sei aber, dass das Gebäude in städtischem Besitz sei, entgegnete Patricia Stahlschmidt.

Aus der Stammtisch-Runde, die von Arnd Lüling, einem der Sprecher der Flüchtlingsinitiative geleitet wurde, kam der Wunsch, dass sich auch jüngere Leute als ehrenamtlich Begleiter von Flüchtlingen anböten. Denn es gebe unter den Flüchtlingen viele junge Männer. Dominik Hass, Vorsitzender der Jusos Lüdenscheid, bekundete gemeinsam mit einigen Parteikollegen Interesse.

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