Neue Musikschule doch nicht zum Staberg?

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Die städtische Musikschule soll nach der Idee von Ralf Schwarzkopf im Rosiepen- und im Capitol-Haus untergebracht werden. Dazu will er alle Beteiligten an einen Tisch bringen.

Lüdenscheid - Geht es nach dem Willen des Lüdenscheider CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Ralf Schwarzkopf und der CDU-Fraktion im Stadtrat, dann ist über den geplanten Neubau der städtischen Musikschule am Staberg noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Schwarzkopf schwebt eine, wie er betont, weitaus kostengünstigere Alternative vor: Die Stadt soll zwei Gebäude an der oberen Wilhelmstraße kaufen und dort die Musikschule einrichten. Es handelt sich dabei um das Haus, in dem zurzeit die Kochschule Capitol beheimatet ist, und um das benachbarte Rosiepen-Haus.

Der Lüdenscheider Investor Reinhold Zimmermann hat ein Vorkaufsrecht für das Capitol-Gebäude, auf das er laut Ralf Schwarzkopf zugunsten der Stadt verzichten würde. Für die Kochschule würde Zimmermann demnach dann einen neuen Standort suchen.

Die Eigentümer des Rosiepen-Hauses und des Capitol-Gebäudes stehen, so sagt Ralf Schwarzkopf, laut Zimmermanns Auskunft den Musikschulplänen grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber.

Zur Begründung für seine Initiative führt Ralf Schwarzkopf an, der geplante Musikschul-Neubau stelle in keiner Weise eine Bereicherung für die eigentliche Altstadt dar. Zudem formiere sich nach seiner Kenntnis derzeit massiver Widerstand aus den Reihen der Staberg-Lehrerschaft wegen der zu erwartenden angespannten Parkplatzsituation. Schwarzkopf: „Nach meiner Einschätzung ist keine der Lüdenscheider Fraktionen mit dem Standort Staberg wirklich glücklich. Es schien nur an Alternativen zu fehlen. Diese Alternative bietet sich nun mit dem Standort obere Wilhelmstraße. Eine Lösung innerhalb des Altstadtrings ist allemal besser als der Staberg.“

Der CDU-Politiker betont, dass auch dringend über die Anforderungen an eine neue Musikschule nachgedacht werden müsse. Dazu sei es noch nicht zu spät. Warum, fragt Schwarzkopf, solle beispielsweise ein neuer Kammermusiksaal errichtet werden, wenn in der alten Musikschule und alternativ auch im Kulturhaus entsprechende Räume bereits existierten.

Ralf Schwarzkopf will nun nach Absprache mit seiner Fraktion versuchen, alle Beteiligten an einen Tisch zu bekommen, um über den Standort obere Wilhelmstraße zu reden. Das sind für ihn nicht nur die Vertreter der Fraktionen, sondern auch der Bauverwaltung und der Musikschule sowie der Bürgermeister. Der Lüdenscheider CDU-Chef betont, es gehe seiner Fraktion nicht darum, den Konsens in Sachen Staberg-Neubau aufzukündigen. Sie wolle einer besseren und kostengünstigeren Alternative zumindest aber eine Chance geben. Wenn sich die Planung in Sachen Wilhelmstraße nicht verwirklichen lasse, stehe die Union „selbstverständlich weiter hinter den Staberg-Plänen“.

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