Neue Büros im alten Amtshaus

Stefan Frenz (links) fühlt sich wohl in seinem neuen Büro und auch Frank Kuschmirtz hält die Sanierung des Dachgeschosses im alten Amtshaus für gelungen . - Fotos: Görlitzer

Lüdenscheid - So ein uriger Dachboden kann viel Charme entwickeln – erst recht wenn er in einem historischen Gemäuer modern ausgebaut wird: Seit rund einem Monat haben die Mitarbeiter des Fachdienstes Kulturmanagement ihre neuen Büros im Dachgeschoss des alten Amtshauses am Sauerfeld bezogen.

Damit befindet sich das Kulturmanagement jetzt unter einem Dach mit den Museen der Stadt. Für Fachdienstleiter Stefan Frenz ist das eine gute Lösung, da Wege kürzer geworden sind und in Anbetracht von weniger Personal in beiden Bereichen, könnten auch Synergieeffekte genutzt werden. 

Im Gegenzug bekommt die Volkshochschule im Alten Rathaus, wo der Fachdienst bislang mitangesiedelt war, mehr Platz, unter anderem mit Blick auf das integrierte Handlungskonzept Altstadt und den barrierefreien Ausbau, erklärte Frank Kuschmirtz, Betriebsleiter Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGW). Frenz ergänzte, dass diese Lösung auch deshalb sinnvoll sein, weil die VHS schon vor einigem Jahren aus dem Bereich Kultur ausgegliedert worden sei.

Bevor der Umzug von statten gehen konnte, hatten seit Januar für rund ein halbes Jahr die Handwerker das Sagen im Dachgeschoss des denkmalgeschützten Gebäudes am Sauerfeld. Ein Teil der von der Renovierung betroffenen Räume war bereits vorher als Büro genutzt worden, der weit größere Teil diente als Depotfläche für die Museen. Daher begann für die Mitarbeiter die Arbeit lange bevor die Handwerker anrückten: Das Inventar wurde gesichtet, katalogisiert und an anderer Stelle untergebracht, fasst Frenz zusammen.

Entstanden sind nun helle, individuell an das Gebäude angepasste Büros für Frenz und seine drei Mitarbeiter sowie die Honorarkräfte der Museen. Außerdem gibt es einen Besprechungsraum und eine Teeküche. Neben der umfangreichen Renovierung der Innenräume, bei der unter anderem nicht mehr benötigte Leichtbauwände entfernt wurden, ging es um die energetische Sanierung. „Alles unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes“, betonte Kuschmirtz. So wurde das Dach gedämmt und die historischen Fenster, die es in verschiedenen Größen gibt, wurden überarbeitet, gestrichen und erhielten von Innen eine zusätzliche Scheibe mit Isolierung. So wurde der Charakter der alten Fenster erhalten und trotzdem eine Wärmedämmung erreicht. Insgesamt 140 000 Euro waren für die Maßnahme im städtischen Haushalt vorgesehen, die seit rund drei Jahren geplant wurde.

Sowohl Kuschmirtz als auch Frenz lobten die gute Zusammenarbeit zwischen beiden Abteilungen, denn so eine Sanierung im Bestand, erst recht bei einen denkmalgeschützten Gebäude sei immer mit besonderen Herausforderungen verbunden, sagt Kuschmirtz. „Nicht alle Vorstellungen, die wir anfangs hatten, konnten wir realisieren“, sagte Frenz, aber es seien immer unkompliziert Lösungen gefunden worden. Da das Kulturmanagement gleichzeitig Untere Denkmalbehörde sei, seien Abstimmungen einfach gewesen, ergänzte Kuschmirtz. Beide sind sich einig: „Die Maßnahme hat Spaß gemacht.“

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